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München - Bei der Eishockey-WM 2021 verpasst das DEB-Team eine historische Medaille. Trotzdem gelingt das Team von Toni Söderholm eine Heldenstory, die Mut für die Zukunft macht.

Keine Medaille - und dennoch Heldenstatus!

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft 2021 in Riga mit tollen Leistungen überzeugt. Vor allem der Hauptrundensieg gegen Kanada und der Penalty-Krimi gegen die Schweiz im Viertelfinale haben die deutschen Eishockey-Fans begeistert. (Alles zur Eishockey-WM 2021)

Trotzdem steht am Ende nur Rang vier und Blech statt Edelmetall. Es wäre die erste WM-Medaille seit 1953 gewesen.

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Damit sind die Titelkämpfe von 2021 ein wenig ein Spiegelbild der Heim-WM 2010. Auch damals scheiterte das DEB-Team im Halbfinale nach einem 1:2 gegen Russland und verpasste gegen Schweden (1:3) Bronze.

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Doch für Tristesse gibt es wenig Grund. Der Deutsche Eishockey-Bund feiert zu Recht seine "28 Helden" - und genau das sind Korbinian Holzer und Co.

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Trotz schwieriger Umstände hat sich die deutsche Mannschaft in Lettland von ihrer besten Seite gezeigt. Obwohl mit Tobias Rieder (Buffalo Sabres) nur ein aktueller NHL-Stammspieler im Kader stand, gelang es Bundestrainer Toni Söderholm eine funktionierende Mannschaft aus Routiniers und Youngstern aufzubauen.

Auch die USA, Gegner im Spiel um Platz drei, drückten nach dem Match ihren Respekt für das deutsche Team aus.

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Korbinian Holzer: "Geile Mannschaft, geile Einheit"

"Es war eine geile Mannschaft, eine geile Einheit", beschrieb Holzer, der bei Awtomobilist Jekaterinburg in der KHL tätig ist, bei SPORT1 eine der Stärken der DEB-Auswahl.

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Allerdings überzeugten deutsche Teams in der Vergangenheit schon öfters durch mannschaftliche Geschlossenheit und sorgten so immer wieder mal für die eine oder andere Überraschung. Diesmal zeigten die deutschen Kufen-Cracks aber eine neue Qualität: spielerische Dominanz!

Daher war auch der Bundestrainer nur wenige Minuten nach dem Spiel bereits voll des Lobes für seine Jungs: "Wir haben gesehen, wo die Topmannschaften sind und dass wir auch gegen die Top vier sehr gut gespielt haben", zog er Bilanz.

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Die Spieler stießen ins gleiche Horn. Holzer war vor allem von der deutschen Leistung im Halbfinale begeistert. "Ich glaube, das gab es noch nie, dass man sagen konnte, dass eine deutsche Nationalmannschaft gegen den amtierenden Weltmeister das Spiel gestaltet und sich nicht nur hinten reingestellt hat."

Deutschland überzeugt in der Statistik

Und auch sein Teamkollege Marcel Noebels, der das DEB-Team im Viertelfinale gegen die Schweiz mit seinem Zauber-Penalty ins Halbfinale geschossen hatte, war von der Entwicklung der Mannschaft während des Turniers begeistert. Zwar habe es immer wieder Höhen und Tiefen gegeben, aber als Team sei man "immer besser aus den Tiefen rausgekommen. Wir haben sehr viele Sachen umgesetzt, die wir in den Spielen davor nicht gut gemacht haben."

Diese Einschätzung wird auch durch die Statistik gestärkt. Ganze 303 Schüsse haben die Deutschen während des Turniers auf das gegnerische Tor abgegeben. Damit liegen sie auf Rang vier in dieser Rubrik. Nach vier Spielen hatten sie mit 14,29 Prozent sogar die beste Schusseffizienz aller Teams.

Zum Ende hin sackte diese Quote allerdings kontinuierlich ab und landete schlussendlich bei 8,91 Prozent. Ein Umstand, der auch Holzer zu denken gab. Diese Kleinigkeiten seien es, die "noch zur Weltspitze fehlen, um den nächsten großen Schritt zu machen."

Söderholm als größer Pluspunkt

Dennoch ist sich der Routinier sicher, dass das deutsche Team auch in Zukunft für Furore sorgen kann. Den größten Pluspunkt dafür sieht er dabei auf der Bank. "Das (Abschneiden bei der WM 2021, Anm. d. Red.) ist ein riesen Schritt, zu dem man Toni (Söderholm, Anm. d. Red.) einen großen Anteil geben muss, was die da aufgebaut haben."

Söderholm selbst sieht dieses Turnier ebenfalls als den möglichen Startschuss einer rosigen Zukunft. Einerseits haben in Riga zahlreiche Youngster überzeugt. Gerade Moritz Seider, der in Riga zum besten Verteidiger des Turniers gewählt wurde, hat mit seinen fünf Assists auf sich aufmerksam gemacht und steht damit stellvertretend für eine starke junge Generation, von der man noch viel erwarten darf.

Stück DNA für das deutsche Eishockey

Andererseits hat es der Bundestrainer aus Finnland geschafft, dem deutschen Eishockey eine eigene Identität zu verschaffen. "Ich denke, wir haben ein Stück DNA für das deutsche Eishockey gefunden", hob er bei SPORT1 die größte Errungenschaft der diesjährigen Titelkämpfe hervor. Sein Team habe gezeigt, "wie leidenschaftlich man arbeiten muss und welchen Willen man zeigen muss, wenn wir erfolgreich sein wollen."

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Dazu hat Söderholm seinen Jungs eine gehörige Portion Stolz eingetrichtert. "Ich bin sehr, sehr stolz darüber, dass ich hier dabei sein durfte und Teil des Ganzen bin. Deswegen wird mich das lange in meinem Leben begleiten", sprach Noebels sogar von einem prägenden Erlebnis mit dieser Mannschaft voller "ganz, ganz feiner Menschen", wie Söderholm es ausdrückte.

Vielleicht belohnen sich diese feinen Menschen in Zukunft sogar mit Edelmetall.

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