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Edmonton und München - Die deutsche Nationalmannschaft begeistert bei der Eishockey-WM auch NHL-MVP Leon Draisaitl. Im SPORT1-Interview erklärt er, warum nun alles möglich ist.

Der beste deutsche Eishockey-Spieler fehlt bei der WM in Riga wegen der kraftraubenden Folgen der NHL-Playoffs - und trotzdem greift das DEB-Team nun nach dem Titel.

Auch Leon Draisaitl, der MVP der größten Liga der Welt, fiebert vom fernen Edmonton aus voller Begeisterung mit der deutschen Mannschaft.

Vor dem Halbfinale gegen Finnland spricht der 25-Jährige im SPORT1-Interview darüber, wie er die WM verfolgt, die Grundlagen des deutschen Erfolgs - und warum er glaubt, dass ein WM-Sieg nun kein bloßer Traum mehr ist (WM-Halbfinale: Deutschland - Finnland ab 16.30 Uhr auf SPORT1 im Free-TV und Livestream).

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SPORT1: Herr Draisaitl, Hand aufs Herz: Haben Sie nach dem 0:2 gegen die Schweiz noch an die Wende geglaubt? 

Leon Draisaitl: Eine 2:0-Führung ist im Eishockey ein gefährliches Ergebnis. Das mag vielleicht erstmal komisch klingen, aber wenn bei so einem Spielstand das Momentum wechselt, weil die einen alles versuchen, um wieder rein zu kommen und die anderen denken, dass sie klar führen, dann rollt das Spiel auf einmal komplett in die andere Richtung. Und genau das hat die deutsche Mannschaft super hinbekommen und sich den Ausgleich kurz vor Schluss mehr als verdient.

SPORT1: Wie verfolgen sie das Turnier?

Draisaitl: Ich habe mir jedes Spiel von den Jungs zu Hause in Edmonton am Fernseher angeschaut.

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SPORT1: Haben Sie auch persönlichen Kontakt zum Team?

Draisaitl: Es sind ja einige meiner engsten Freunde bei der Nationalmannschaft dabei. Mit denen bin ich fast täglich im Kontakt. Die bekommen natürlich auch regelmäßig ihre Glückwunsch-Nachrichten.

SPORT1: Was beeindruckt Sie am DEB-Team bisher am meisten?

Draisaitl: Der Zusammenhalt im Team ist richtig gut. Jeder gibt alles und spielt taktisch diszipliniert. Wenn dann noch die Torhüter heiß laufen, kann man viel erreichen.

SPORT1: Was ist nun drin für Deutschland? Auch der Titel?

Draisaitl: So wie das Turnier bisher gelaufen ist, ist alles drin. Gegen alle Halbfinalisten hat Deutschland schon gespielt, dabei gegen Kanada gewonnen, gegen Finnland und die USA nur knapp verloren. Im Moment sehe ich keinen großen Favoriten, der deutlich besser ist als die anderen Teams. Die vier haben sich in der Gruppenphase alle gegenseitig Punkte weggenommen, keiner hat gegen alle anderen gewonnen. Jetzt entscheiden Tagesform, Wille und das notwendige Glück.

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