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Auch im zweiten Spiel unter Toni Söderholm feiert das DEB-Team einen Sieg. Gegen die Slowakei drängen vor allem die jungen Wilden in den Vordergrund.

Zweiter Sieg im zweiten WM-Test: Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm hat auch das Heimspiel an seiner früheren Wirkungsstätte erfolgreich gestaltet. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gewann unter der Regie des finnischen Nachfolgers von Marco Sturm in Garmisch-Partenkirchen auch ihre zweite Standortbestimmung für das Turnier in der Slowakei (10. bis 26. Mai) gegen den WM-Gastgeber mit 3:1 (2:0, 1:1, 0:0). Die Leistung des DEB-Teams war diesmal fast durchweg überzeugend.

"Kompliment an die gesamte Mannschaft. Die ersten zwei Spiele machen extrem viel Mut", sagte Torhüter Niklas Treutle bei Magenta Sport. Kapitän Gerrit Fauser fügte an: "Wir gehen unseren Weg weiter, so müssen wir weitermachen."

Tuomie mit erstem Länderspieltor

Im mit 5845 Zuschauern sehr gut gefüllten Olympia-Eiszentrum, wo Söderholm bis zu seinem Engagement beim DEB den SC Riessersee mit Erfolg trainiert hatte, trafen im ersten Drittel der Bald-Mannheimer Lean Bergmann (14.) und College-Spieler Parker Tuomie (16.), der sein erstes Länderspieltor markierte. Für die Slowakei verkürzte Lukas Cingel (25.) in Unterzahl, bevor der Berliner Marcel Noebels (33.) den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte.

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Deutschland von Beginn an hellwach

Anders als im ersten Vergleich, als das deutsche Team beim 2:1 in Kaufbeuren einen denkbar schlechten Start mit einem Gegentreffer nach 28 Sekunden hinlegte, setzte das DEB-Team diesmal sofort Akzente. Im Tor agierte zudem der Nürnberger Treutle sehr souverän. Bergmanns Treffer wurde glänzend von Leo Pföderl eingeleitet, bei Tuomies 2:0 assistierten Ausnahmetalent Dominik Bokk und Marc Michaelis sehenswert.

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Nachdem Cingel einen Fehler im Aufbau des Straubingers Stefan Loibl bestraft hatte, brauchten die DEB-Cracks kurze Zeit, um sich wieder zu stabilisieren. Dann jedoch wurde Noebels vom Straubinger Stephan Daschner mit einem gekonnten Zuspiel bedient und schob ein. Im Schlussdrittel hatten beide Teams einige gute Offensivszenen.

Söderholm setzt auf die Jugend

Söderholm, der vor allem wegen Sturms Silbercoup bei Olympia 2018 ein schweres Erbe angetreten hat, gibt in der WM-Vorbereitung einigen jungen Spieler wie dem 19-jährigen Bokk, der mit Michaelis und Tuomie erneut eine auffällige Sturmreihe bildete, eine Bewährungschance. Bis zum Beginn der WM wird der Kader jedoch ein anderes Gesicht haben. Bislang fehlen noch die Nationalspieler der DEL-Halbfinalisten aus Köln, Mannheim, Augsburg und München.

Hoffen auf die NHL-Cracks

Dazu besteht die berechtigte Hoffnung, dass deutsche NHL-Legionäre, allen voran Topstar Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), das Team verstärken werden. Es zeichnet sich ab, dass nicht nur Draisaitl, sondern auch Dominik Kahun (Chicago Blackhawks) und Korbinian Holzer (Anaheim Ducks) zur Mannschaft stoßen. Offen ist die Situation bei Tobias Rieder (Edmonton). Bis zum Ende der kommenden Woche könnte der DEB Fakten schaffen.

Tests gegen Tschechien

Am Sonntag darf Söderholms Kader durchschnaufen, einen Tag später reist der DEB-Tross nach Karlsbad/Tschechien, wo am Mittwoch (17. April) und Donnerstag (18. April) zwei Vergleiche gegen den zwölfmaligen Weltmeister anstehen. Danach folgen drei weitere Testspiele gegen Österreich (25./27. April) und die USA (7. Mai). Zum WM-Start spielt die deutsche Mannschaft am 11. Mai in Kosice gegen Aufsteiger Großbritannien.

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