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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kassiert bei der Vorbereitung auf die anstehende WM seine dritte Niederlage. NHL-Star Leon Draisaitl zeigt sein Können.

Enttäuschung trotz NHL-Verstärkung:

Eishockey-Topstar Leon Draisaitl hat zwar gleich in seinem ersten WM-Test eine Kostprobe seines Könnens abgegeben (Die Highlights der Partie ab 23.30 Uhr im TV auf SPORT1) - aber auch zwei Tore des Profis von den Edmonton Oilers verhinderten das vollkommen überflüssige 2:3 (1:0, 1:1, 0:2) der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreich nicht.

Doppelpack von Draisaitl reicht nicht

Bei der Standortbestimmung für die WM in der Slowakei (10. bis 26. Mai LIVE im TV auf SPORT1) besorgte Draisaitl den Führungstreffer in der 18. Minute, das 2:0 in der 25. Minute und war auch ansonsten ein steter Antreiber des Spiels der Mannschaft von Bundestrainer Toni Söderholm.

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Der 23-Jährige stand allerdings ebenfalls beim 1:2 von Patrick Obrist (29.) auf dem Eis, das 2:2 gelang Lukas Haudum (52.), Dominique Heinrich (59.) erzielte den Siegtreffer der Österreicher.

Kahun trotz Niederlage zuversichtlich

"Wir waren nicht konsequent genug, so lässt man eine Mannschaft im Spiel", sagte Kapitän Korbinian Holzer, der wie Draisaitl und Dominik Kahun in der NHL spielt.

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Kahun, einer der Silbermedaillengewinner von Pyeongchang 2018, nahm die Niederlage nicht besonders tragisch: "Wir haben die meiste Zeit dominiert und blöde Tore bekommen. Aber das ist nur die Vorbereitung", sagte er bei Magenta Sport(DATENCENTER: Spielplan Eishockey-WM)

Deutschland vergibt zu viele Chancen

Die deutsche Mannschaft präsentierte sich insgesamt sehr spielfreudig, kombinierte Chancen in Hülle und Fülle heraus, war aber im Abschluss oft nicht entschlossen genug.

Daher blieben die Österreicher im Spiel und kamen aufgrund von unnötigen Nachlässigkeiten im deutschen Defensivspiel selbst zu einige dicken Gelegenheiten, die der starke DEB-Torwart Mathias Niederberger (Düsseldorf) aber meist vereitelte.

Die Highlights in der Offensive gingen oft vom herausragenden Nordamerika-Legionär Draisaitl aus, der in der NHL-Hauptrunde mit 50 Toren und 105 Scorerpunkten aus 82 Spielen deutsche Bestmarken aufgestellt hatte.

 Für die WM ist Draisaitl nur verfügbar, weil er mit seinen Oilers die Playoffs verpasste. "Leon zeigt sich gleich als Motor unseres Spiels", sagte Sportdirektor Stefan Schaidnagel schon nach dem ersten Drittel.

Draisaitl wirbelt gegen Österreich

Draisaitl brachte mit seinen Sturmpartnern Marc Michaelis und dem Kölner Frederik Tiffels die österreichische Defensive ein ums andere Mal in Verlegenheit - und wurde später zum Spieler des Spiels gekürt.

Immer wieder ging ein Raunen durch die mit 4682 Zuschauern sehr gut gefüllte Donauarena in Regensburg, wenn Draisaitl seine außergewöhnlichen Fähigkeiten einbrachte.

Nach den vergangenen Tagen ohne Eishockey werde es "ein bisschen" dauern, bis er in die Spur finde, hatte Draisaitl vor seinem ersten DEB-Einsatz seit der WM 2018 gesagt. Zu sehen war von Anpassungsproblemen aber nichts, nur Österreichs starker Torwart Lukas Herzog verhinderte weitere Tore des deutschen Weltklassestürmers.

NHL-Verstärkung auch durch Kahun und Holzer

Neben Draisaitl standen in Kahun (Chicago Blackhawks) und Holzer (Anaheim Ducks) zwei weitere Profis aus der NHL im deutschen Team. "Das sind Spieler, die den Unterschied machen können", sagte DEB-Coach Söderholm. Holzer übernahm gleich die Kapitänsrolle und auch Kahun deutete seine enorme Qualität an.

Am Samstag duelliert sich das DEB-Team in Deggendorf nochmals mit den Österreichern (Eishockey: Deutschland - Österreich ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1), die WM-Generalprobe steigt dann am 7. Mai in Mannheim gegen die USA.

Dann werden auch Nationalspieler der DEL-Finalisten Mannheim und München dabei sein. Zum WM-Start spielt die deutsche Mannschaft am 11. Mai in Kosice gegen Aufsteiger Großbritannien.

Das Spiel im Stenogramm:

Deutschland - Österreich 2:3 (1:0, 1:1, 0:2)
Tore: 1:0 Draisatil (17:52), 2:0 Draisaitl (24:15), 2:1 Obrist (28:41), 2:2 Haudum (52:04), 2:3 Heinrich (58:10)
Schiedsrichter: Hoppe (Fulda)/Schütz (Rosenheim)
Zuschauer: 4682
Strafminuten: Deutschland 6 - Österreich 4 

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