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Bei den Südostasienspielen 2019 wird eSports erstmals als Medaillensport anerkannt
Bei den Südostasienspielen 2019 wird eSports erstmals als Medaillensport anerkannt © Getty Images
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Bei den Südostasienspielen 2019 wird eSports erstmals als Medaillen-Disziplin anerkannt. Zuvor gab es bereits eSports-Vorturniere bei den olympischen Spielen.

eSports wird erstmals bei einer olympischen Veranstaltung als offizielle Medaillen-Disziplin anerkannt.

Auf einer Pressekonferenz kündigte Alam Peter Cayetano vom Organisationskomitee (PhilSGOC) in Pasay City die Neuigkeit an. "Wir sind sehr begeistert, aufgeregt und geehrt, eSports bei den Südostasienspielen mit Razer als Partner zu haben", sagte Cayetano. "Gamer sind ein wichtiger Bestandteil unserer Community."

Die Asian Electronic Sports Federation akkreditierte eSports bei den Südostasien Spielen. Es werden insgesamt sechs Goldmedaillen in verschiedenen Disziplinen auf drei Plattformen (PC, Konsole, und Mobile) vergeben. 

Bislang ist als einziger Titel nur das MOBA-Handyspiel "Mobile Legends: Bang Bang" bekannt. Die restlichen werden voraussichtlich am 15. Dezember bekannt gegeben.

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Die Übertragungsrechte werden derzeit laut Cayetano von TV5 eingeholt. TV5-Präsident Vincent "Chot" Reyes erklärte, dass der Sender eSports weiterhin fördern möchte: "Wir haben eSports schon seit einer Weile unterstützt. Wir haben bereits 2015 die League of Legends World Championship übertragen."

eSports erstmals bei olympischen Spielen

Bei den Asienspielen 2018 war eSports erstmals im Rahmen eines großen Sportevents vertreten. Dort allerdings lediglich als Demonstrationssportart. China, Korea und Indonesien schnitten in insgesamt sechs Disziplinen am besten ab. In League of Legends, Arena of Valor, StarCraft II, Hearthstone, Pro Evolution Soccer und Clash Royale konnten die Länder zwar Medaillen gewinnen. Diese flossen jedoch nicht in die Gesamtwertung der Wettkämpfe ein.

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Das ist bei den Südostasienspielen nun zum ersten Mal in der Geschichte des eSports der Fall.

DOSB sagt Nein zu eSports

Während in Asien die Anerkennung von eSports immer weiter wächst, verschließt sich der Deutsche Olympische Sport Bund weiterhin dem Thema.

Dabei unterscheidet der Verband in seiner Ansicht sogar zwischen virtuellem Sport und "eGaming": "In den virtuellen Sportarten sehen wir für unsere Vereine und Verbände Potenzial für eine Weiterentwicklung. eGaming hingegen passt nicht zu dem, was den gemeinwohlorientierten organisierten Sport prägt."

Mit dem neuartigen Begriff "eGaming" sind Spiele wie League of Legends, Dota 2 oder CS:GO gemeint. Anders als die FIFA- oder NBA2K -Reihe sind dies keine Sportsimulationen. Das olympische Komitee in Asien legt darauf aber keinen Wert und hat keine Spieleauswahl auf Basis auf dieser Kategorisierung getroffen.

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