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Der große Hearthstone Battlegrounds Test
Der große Hearthstone Battlegrounds Test © Blizzard / SPORT1
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Mitte November letzten Jahres war es soweit: die Open Beta für Blizzards hauseigenen Auto-Chess-Modus Battlegrounds lief an. Nach drei Monaten wird es nun Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.

Insgesamt wurden 30 Spiele gespielt.

Nach jedem zehnten Spiel ein Fazit gezogen. Zeitraum: in den letzten Wochen ab dem letzten Patch, der Tirion Fordring und Millhaus Manasturm in das Spiel brachte. 

Der Tester

Ich/Rob, seit der Beta im Hearthstone-Universum unterwegs, mehrfacher Hearthstone-Standard-Ladder-Legend-Player, Hearthstone & Kartenspielexperte der eSPORTS1-Redaktion, keinerlei Vorerfahrungen mit Autochess-Spielen. Dementsprechend auch komplett unvoreingenommen. Ich wusste zwar in etwa was mich erwartet, habe aber keine Tutorials, geschweige denn Tier-Listen oder ähnliches angeschaut. Ich ging also als kompletter Noob an die Sache heran. 

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Der Neue im Wirtshaus

Das erste Spiel ging schnell vorbei.

Ich bin Dritter geworden. Habe 64 Punkte Plus gemacht. So weit so gut.

Aber… habe ich verstanden wieso ich erfolgreich war?

Nein. Ehrlich gesagt nicht. Doch zurück zum Anfang. 

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Zu Beginn des Spiels hatte ich die Wahl zwischen Yogg-Saron, dem großen Akazamzarak und dem steppenden Steppke. Da meine Leidenschaft das kompetitive Standard-Ladder-Spiel ist und ich deswegen eine gewisse Abneigung gegen Spiel-Mechaniken, die ich nicht beeinflussen kann (Yogg-Saron..!) hege - und ich Geheimnisse bei all dem (wenigen), was ich über Auto-Chess dachte zu wissen, für nicht sonderlich nützlich hielt, war die Wahl schnell getroffen: Ich entschied mich für den kleinen, sympathischen Murloc.

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Wie in einem Gasthaus so üblich, hatte ich mich auf entspanntes (digitales) Beisammensein eingestellt. Doch dieses Gasthaus war anders. Ab dem Zeitpunkt, an dem ich Bobs Taverne das erste Mal betrat, fand ich mich in einem Zustand permanenten Zeitstresses wieder. Welches Minion sollte ich nehmen? Soll ich überhaupt eines kaufen? Oder doch lieber die Taverne upgraden? Vielleicht doch lieber re-rollen? Wie positioniere ich meine Minions am sinnvollsten?

Uff.

Und während ich versuchte diese Rätsel einigermaßen sinnvoll zu lösen ging mir zu allem Überfluss auch noch ein ums andere Mal die Zeit dazu aus.

Dass ich dafür am Ende als Dritter trotz allem ziemlich gut dastand, schrieb ich meinen durch jahrelanges intensives Hearthstone spielen geschärften Instinkten zu, die wohl auch in Battlegrounds zu funktionieren schienen.

Ich irrte mich. Spoileralarm: Es sollte das einzige positive Ergebnis in den ersten zehn Spielen bleiben.

Zeitdruck und Panikentscheidungen

Was folgte waren reihenweise Missplays (schon einmal in der ersten Runde ge-re-rollt, nur um danach festzustellen, dass man dann nicht mehr genug Gold übrig hat, um überhaupt ein Minion kaufen zu können?), nicht zu Ende gedachte Panikkäufe, weil die Zeit wieder mal drohte auszugehen (noch schlimmer waren allerdings die Panik-Verkäufe…)  und ein negatives Ergebnis nach dem anderen ("Low-Highscore": -157!).

Nach zehn Spielen hatte ich mir sagenhafte 401 Minuspunkte "erspielt". 

Letztendlich blieben nach den ersten zehn Spielen vor allem zwei Dinge festzuhalten: 

  1. Meine nach dem ersten Spiel noch mit gewissem Stolz betrachteten "Ladder-Instinkte" funktionieren im Battleground-Modus nicht. Überhaupt nicht. 
  2. Battlegrounds ist riesig! Die Vielfalt an möglichen Kombinationen aus Mechaniken, Taktiken und Heldenfähigkeiten war enorm. Ich hatte gerade mal einen Bruchteil davon entdeckt. 

Dieser neue Modus hatte extrem viel zu bieten. Und abgesehen von meiner Neugier und dem Drang noch tiefer in die Materie einzudringen, hatte ich noch eine Rechnung zu begleichen. Mit 401 Minuspunkten in den ersten zehn Spielen hatte das Spiel mir gewissermaßen meine – Achtung: Jugendsprache – Ehre genommen. 

Entsprechend motiviert ging ich an die nächsten zehn Spiele.

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