vergrößernverkleinern
Der LoL-Hersteller Riot Games wurde wegen Diskriminierung von Frauen von zwei Angestellten verklagt worden. © Riot Games
teilenE-MailKommentare

Der League of Legends Hersteller Riot Games wurde von zwei Angestellten auf Grund von Diskriminierung in Bezug auf ihr Geschlecht verklagt.

Eine ehemalige und eine noch beim Unternehmen tätige Angestellte leiteten auf Grund von Geschlechterdiskriminierung rechtliche Schritte gegen den Hersteller des Spiels League of Legends ein.

Im August machte Riot Games bereits Schlagzeilen nachdem mehrere Beschäftigte sich über das US-Magazin Kotaku zu Sexismus Problemen äußerten.

In Zuge dessen berichtete dasselbe Outlet nun davon, dass zwei der Betroffenen Klagen gegen die Gamingfirma wegen der sexistischen Lage eingereicht haben.

Hierbei handelt es sich um die ehemalige Mitarbeiterin Jessica Negron, die bereits zuvor von der Sexismus-Kultur an ihrem Ex-Arbeitsplatz berichtete und Melanie McCracken, die seit ihrer Anstellung 2013 diverse Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts mitbekommen hat.

Keine Beförderung wegen des Geschlechts

Die Kläger möchten damit verhindern, dass Riot weiterhin Männer in Bezug auf Beförderungen und übergeordnete Rollen trotz der gleichwertig qualifizierten Frauen für diese Positionen bevorzugt.

In der Klage heist es, dass Negron Aufgaben außerhalb ihrer Tätigkeit übernehmen musste, nachdem ihr Manager gekündigt hatte. Allerdings wurde ihr dies weder entsprechend vergütet noch ihre Stellenbeschreibung angepasst.

Stattdessen sollen drei männliche Bewerber in die engere Auswahl für diese Position gekommen sein, während sie nicht berücksichtigt wurde.

McCracken hat drei Mal ihre Position aufgrund ihrer Bemerkungen bezüglich der sexistischen Problematik im Unternehmen wechseln müssen. Auch ihre Beförderungen blieben aus, die sie auf ihr Geschlecht wegen negativer Aussagen ihres Managers zurückführt.

Sexismus in der Gaming Branche

Von den 2.500 Mitarbeitern bei Riot Games sind rund 80% männlich. In einer Branche, die immer noch von Männern dominiert wird, sind solche Fälle keine Seltenheit. Auch die Streamerin Proxyfox erzählte gegenüber SPORT1 im Rahmen des Sexismus-Problems bei Riot von ihren Begegnungen mit diesem Thema.

Doch die Industrie wird durch diese Geschichten auf das Thema aufmerksamer und kann nur so eine Veränderung schaffen.  Riot reagierte auf die Vorwürfe mit einer Entschuldigung und kündigte Veränderungen an, sowie das Engagement von externen juristischen Beratern. 

-----

Lesen Sie auch:

eSports-Event schlägt Superbowl und WM-Finale

Kein eSports im DOSB: Die Szene brodelt

Nächste Artikel
previous article imagenext article image