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Darmstadt, Dresden und Braunschweig sind drei der sechs Teams, die in der 2. Liga noch den Abstieg fürchten © SPORT1-Grafik: Davina Knigge/ Getty Images
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Der Abstiegskampf in der 2. Liga ist spannend wie nie zuvor. Sechs Teams kann es noch erwischen. Es gibt zwei direkte Duelle. SPORT1 erklärt die Konstellationen.

Abstiegslotto Zwei aus Sechs: Im Keller der 2. Bundesliga geht es beim Finale furioso am Sonntag (15.30 Uhr im LIVETICKER) noch einmal rund.

Gesucht wird zum einen Absteiger Nummer zwei, der den 1. FC Kaiserslautern in die 3. Liga begleiten muss, und zudem der Relegations-Teilnehmer, der gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC nachsitzen muss.

Zwei direkte Duelle im Abstiegskampf gibt es zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem Vorletzten SpVgg Greuther Fürth sowie zwischen dem SV Darmstadt 98 und Erzgebirge Aue.

Zudem hoffen auch Eintracht Braunschweig bei Aufstiegs-Relegationsteilnehmer Holstein Kiel und Dynamo Dresden gegen Union Berlin auf die Rettung. (SERVICE: Tabelle 2. Bundesliga)

SPORT1 beleuchtet die Ausgangslage der Teams.

1. FC Heidenheim (Platz 12, 41 Punkte, 49:55 Tore)

Heidenheim reicht gegen Fürth vor eigenem Publikum auf jeden Fall ein Punkt für den Klassenerhalt. Zwar könnte der aktuelle 16. Eintracht Braunschweig dann mit einem Sieg noch vorbeiziehen. (SERVICE: Tabellenrechner 2. Bundesliga)

Aber Darmstadt und Aue werden sich gegenseitig die Punkte wegnehmen, sodass auch eines der beiden Teams hinter dem FCH bleiben wird.

Dynamo Dresden (Platz 13, 41 Punkte, 42:51 Tore)

Mit einem Punkt im Ost-Kracher gegen Union Berlin kann Dresden letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Denn aus den oben genannten direkten Duellen bleiben dann auf alle Fälle zwei Mannschaften hinter Dynamo.

SV Darmstadt 98 (Platz 14, 40 Punkte, 46:45 Tore)

Darmstadt hat eine recht gute Ausgangsposition. Mit einem Sieg im direkten Duell gegen Aue halten die Hessen auf jeden Fall die Klasse.

Aber auch ein Punkt reicht, wenn Braunschweig nicht in Kiel gewinnt.

Dank der positiven Tordifferenz könnte sich Darmstadt bei Unentscheiden von Braunschweig und Fürth sogar eine Niederlage mit bis zu drei Toren Unterschied erlauben. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen.

Erzgebirge Aue (Platz 15, 40 Punkte, 35:48 Tore)

Das Torverhältnis ist Aues großes Handicap. Nur ein Sieg in Darmstadt rettet die Sachsen auf jeden Fall vor dem Abstieg. Ansonsten ist Zittern angesagt. 

Bei einem Unentschieden dürfen Braunschweig und Fürth keinesfalls gewinnen, sonst ist Aue direkt abgestiegen.

Eintracht Braunschweig (Platz 16, 39 Punkte, 35:37 Tore)

Braunschweigs größtes Handicap ist der Gegner. Die Eintracht muss beim euphorisierten Tabellendritten Kiel den Absturz in Liga drei verhindern.

Mit einem Sieg wäre der deutsche Meister von 1967 gerettet.

Bei einem Unentschieden muss man auf Schützenhilfe unter anderem aus Heidenheim hoffen. Gewinnt Fürth dort nicht, ist zumindest die Relegation gesichert.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich Darmstadt und Aue mit einem Nichtangriffspakt dann vor den Braunschweigern halten könnten.

Greuther Fürth (Platz 17, 39 Punkte, 36:47 Tore)

Äußerst prekär ist die Lage für Fürth, das sich durch einen Sieg beim Tabellenzwölften Heidenheim retten würde, aber auch bei einem Unentschieden und entsprechender Schützenhilfe die Klasse halten könnte.

Bei einem Unentschieden müsste man auf Niederlagen von Braunschweig und Aue hoffen.

Bei einer Niederlage wäre für den Spitzenreiter der "ewigen" Tabelle in Liga zwei nach mehr als zwei Jahrzehnten der erstmalige Absturz in die Drittklassigkeit seit 1997 besiegelt.

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