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Jonas Meffert (l.) hat mit seinem Tor gegen den Hamburger SV eine alte Rechnung des Karlsruher SC beglichen
Jonas Meffert (l.) hat mit seinem Tor gegen den Hamburger SV eine alte Rechnung des Karlsruher SC beglichen © Imago
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Mit seinem Traumtreffer für Holstein Kiel gegen den Hamburger SV begleicht Jonas Meffert eine alte Relegations-Rechnung zu Gunsten des Karlsruher SC.

Von Conan Furlong

Mit großer Vorfreude und beträchtlichen Erwartungen war der Hamburger SV in die erste Zweitliga-Saison seiner Vereinsgeschichte gestartet. Alles sollte anders und besser werden nach dem dramatischen Abstieg, der den Klub in Trauer zurückließ.

Den Träumen vom Start mit einem furiosen Heimsieg hat Holstein Kiel mit einem Paukenschlag den Riegel vorgeschoben. 3:0 gewann der Dritte der vergangenen Saison beim haushohen Favoriten und machte so seine eigene Enttäuschung von der verlorenen Aufstiegs-Relegation gegen den VfL Wolfsburg vergessen.

Doch nicht nur das: Für Kiels Jonas Meffert hat sich eine alte, schmerzende Relegations-Rechnung beglichen. Der Schütze des traumhaften Kieler 1:0 stand im Juni 2015 für den Karlsruher SC in der Relegation zur ersten Liga auf dem Platz - ausgerechnet gegen den Hamburger SV.

Meffert-Handspiel besorgt den HSV-Klassenerhalt

Viele Fans werden sich an diesen Tag erinnern, als im Karlsruher Wildparkstadion Bundesliga-Geschichte geschrieben wurde. Der Hamburger SV war schon mit einem Bein abgestiegen, als Meffert Momente vor dem Abpfiff den Ball aus kurzer Distanz am Strafraumrand gegen die Hand bekam. Er hatte keine Chance auszuweichen, doch die Szene wurde zum Karlsruher Verhängnis.

Schiedsrichter Manuel Gräfe gab den umstrittenen Freistoß. Hamburgs Marcelo Diaz trat an, versenkte den ruhenden Ball in der 91. Minute und versetzte so das gesamte Stadion samt Karlsruhe-Spieler in Schock.

In der folgenden Verlängerung schoss Nicolai Müller den KSC zurück in die zweite Liga. Der Traum vom sensationellen Aufstieg war ausgeträumt - und Meffert war der Unglücksrabe.

Drei Jahre später wendete sich nun das Blatt: Bei seinem ersten Tor seit dem April 2017 nagelte Meffert den Ball atemberaubend in den Winkel und bescherte so den Fans des KSC eine lang ersehnte Genugtuung, die das Relegations-Drama vom Juni 2015 zumindest ein Stück weit ausgleicht.

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