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Hamburger SV: Angst für Randale - HSV erhöht Ordnerzahl, Die Fans des Hamburger SV müssen ein zweites Jahr in der Zweiten Liga einplanen
Hamburger SV: Angst für Randale - HSV erhöht Ordnerzahl, Die Fans des Hamburger SV müssen ein zweites Jahr in der Zweiten Liga einplanen © Getty Images
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Der Hamburger SV verzeichnet erneut ein sattes Minus und hofft bei der Linderung der finanziellen Not auf seine Anhänger. Eine neue Fananleihe soll helfen.

Der finanziell angeschlagene Hamburger SV bittet erneut seine Anhänger um Geld.

Der Klub werde eine "neue Fananleihe auflegen", sagte Vorstandschef Bernd Hoffmann (55) bei der Mitgliederversammlung des HSV e.V. - dem größten Anteilseigner der seit 2014 ausgegliederten Fußball AG der Hanseaten.

Die neue Anleihe solle dazu verwendet werden, um die auslaufende zurückzuzahlen, kündigte Finanzvorstand Frank Wettstein an. "Die neue Anleihe wird die gleiche Laufzeit und gleiche Verzinsung haben", sagte der 45-Jährige: "Einziger Unterschied: Wir werden sie im Laufe der Jahre ablösen." Der HSV plant erneut von einem Emissionsvolumen in Höhe von 17,5 Millionen Euro.

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Die klammen Hanseaten hatten bereits 2012 zum 125-jährigen Jubiläum des Vereins eine Anleihe aufgelegt und dabei 17,5 Millionen Euro eingesammelt. Die Rückzahlung wird im kommenden September fällig, den Anlegern wurde damals eine Verzinsung von sechs Prozent versprochen.

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HSV verzeichnet Minus von 5,8 Millionen Euro

Die HSV Fußball AG schrieb zuletzt zum achten Mal in Folge rote Zahlen, das Geschäftsjahr 2017/18 wurde mit einem Minus von 5,8 Millionen Euro abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 85,4 Millionen Euro (Vorjahr: 105,5 Millionen Euro). Wettstein (45) geht für das laufende Geschäftsjahr wieder von einem "erheblichen Jahresfehlbetrag" aus - in "zweistelliger Millionenhöhe".

Hoffmann sprach dennoch von einer "schwierigen, aber nicht desolaten" finanziellen Situation: "Wir sind auf einem guten Weg."

Hoffmann fordert Geschlossenheit

Zudem rief er zur Geschlossenheit auf. "Wir wollen nicht durch Selbstzerfleischung auffallen", sagte er: "Neid und Missgunst, persönliche Diffamierung haben im HSV nichts zu suchen."

Der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga sei für die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf (37) kein Muss.

"Wir werden alles tun, um aufzusteigen. Aber es gibt keinen Zwang, auch keinen wirtschaftlichen", sagte Hoffmann: "Wenn wir aufsteigen, werden wir ein ganz schwieriges Erstligajahr vor uns haben. Sollten wir den Aufstieg nicht schaffen, würden wir es nächstes Jahr noch einmal probieren."

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