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Bielefeld - Der FC St. Pauli befindet sich bei Arminia Bielefeld lange Zeit auf der Siegerstraße. Kurz vor Schluss schlagen jedoch die Hausherren zu.

Nach dem öffentlichen Rundumschlag von Trainer Jos Luhukay hat der FC St. Pauli einen Traumstart in die 2. Bundesliga nur knapp verpasst.

Die Hamburger mussten sich zum Abschluss des ersten Spieltages am Montagabend bei Arminia Bielefeld mit einem 1:1 (1:0) zufrieden geben. (SERVICE: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Manuel Prietl (90.) erzielte den Ausgleich für die Gastgeber erst kurz vor Schluss. Zweitliga-Debütant Christian Conteh (32.) hatte St. Pauli in Führung gebracht. (SERVICE: Ergebnisse der 2. Bundesliga)

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Arminia sauer wegen Videobeweis

Schiedsrichter Bastian Dankert verwehrte den Bielefeldern zuvor eine vermeintliche Großchance auf den Ausgleich. Der Unparteiische entschied in der 73. Minute zunächst auf Handelfmeter, nahm seine Entscheidung aber nach Sichtung der Videobilder wieder zurück. (Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen

Daniel Buballa schoss sich beim Klärungsversuch den Ball selbst an den Arm
Daniel Buballa schoss sich beim Klärungsversuch den Ball selbst an den Arm © Getty Images

"Für mich ist es ein Elfmeter", sagte Arminia-Trainer Uwe Neuhaus bei Sky: "Ich habe gehört, dass mit der Handregelung alles einfacher sein soll. Davon hatte ich heute nicht den Eindruck." 

Klos schimpft - Dankert verteidigt sich

Torjäger Fabian Klos, der schon zur Ausführung des Elfmeters bereit stand, ergänzte: "Der Videobeweis ist, wenn er so genutzt wird, sinnlos. Wir machen alle Fehler, aber wenn man die Möglichkeit hat, sich die Szene beliebig oft anschauen kann, ist mir diese Entscheidung unbegreiflich."

Dankert verteidigte sich: "Nach dem Sehen der Bilder war schnell klar, dass unsere Wahrnehmung falsch war." Der vermeintliche Übeltäter Daniel Buballa hatte sich den Ball selbst an den Arm geschossen.

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Vor der Partie auf der Bielefelder Alm war Luhukays Wutrede vom Vortag zunächst das bestimmende Thema.

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Knoll widerspricht Trainer Luhukay

Bei St. Pauli herrsche "zu viel Bequemlichkeit", es werde "zu viel in der Komfortzone gearbeitet" und es gehe zu viel darum, "miteinander befreundet zu sein", hatte er vor Saisonstart gepoltert: "Die Komfortzone und die Bequemlichkeit sollte man besser in die Mülltonne werfen." An einen Rücktritt habe er aber "keine Sekunde" gedacht, betonte der 56-Jährige vor dem Spiel.

"Klar, dass sowas nicht spurlos an einem vorbeigeht. Wir sind auch nur Menschen und keine Maschinen", sagte St. Paulis Defensivspieler Marvin Knoll nach der Partie und fügte vielsagend hinzu: "Das ist die Meinung des Trainers. Ich habe eine andere Meinung."

Debütant lässt St. Pauli jubeln

Die Partie vor 23.857 Zuschauern auf der Bielefelder Alm gestaltete sich zunächst offen, aber ohne große Torchancen. Die erste gefährliche Möglichkeit nutzte der erst 19-jährige Conteh nach einem Konter eiskalt.

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Nach dem Seitenwechsel agierte die Arminia forscher, ein abgefälschter Schuss von Neuzugang Reinhold Yabo (48.) klatschte an die Unterkante der Latte.

In einer hektischen Schlussphase belohnte Prietl fleißige Arminen nach einer Ecke per Kopf.

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