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Vor dem Auftaktspiel des FC St. Pauli redet Trainer Jos Luhukay Klartext. Aufstiegsträume bezeichnet der Niederländer als unrealistisch.

Die Saison hat für den FC St. Pauli noch nicht einmal angefangen, da sieht Trainer Jos Luhukay schon schwarz.

In einer denkwürdigen Pressekonferenz vor dem Auftaktspiel bei Arminia Bielefeld am Montag holte der Niederländer zu einem Rundumschlag gegen den eigenen Klub aus und bezeichnete mögliche Aufstiegsträume als unrealistisch.

"Bei St. Pauli gibt es zu viel Bequemlichkeit, zu viel Komfortzone, alle sind zu nett zueinander. Das gilt für alle Bereiche in diesem Klub", sagte Luhukay - und forderte: "Das sollte man in den Müll werfen."

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Luhukay fordert "höhere Intensität"

Der Verein benötige eine Mentalitätsveränderung, ergänzte der 56-Jährige: "Eine höhere Intensität im Scouting, im Nachwuchs - überall."

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Luhukay hatte den Trainerjob beim Kiezklub im April nach der Entlassung von Markus Kauczinski übernommen und die Saison auf dem neunten Platz abgeschlossen. Für die nun beginnende Saison erwartet er kaum Besserung.

"Alles über Platz neun wäre ein großer Erfolg"

"Es ist ein hammerschwerer Weg für uns", sagte Luhukay. "Es ist für St. Pauli unmöglich, unter die ersten Vier zu stoßen in dieser Saison. Alles über Platz neun wäre ein großer Erfolg."

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Die Transferpolitik und die aktuelle Verletzungsmisere (drei von vier Neuzugängen fehlen zum Saisonauftakt) sorgte zusätzlich für Frust bei Luhukay.

Luhukay beklagt Verletzungssorgen

"70 Prozent der Spieler sind nicht in der Lage, mehr als 15 Spiele in einer Saison zu machen. Da muss man sich mal an den Kopf fassen", sagte Luhukay, der noch auf weitere Neuzugänge hofft.

St. Pauli hatte in der Sommerpause die Abgänge der Leistungsträger Jeremy Dudziak, Richard Neudecker, Alexander Meier und Sami Allagui zu verkraften. Von den vier Neuen Rico Benatelli, Boris Tashchy, Leo Östigard und Viktor Gyökeres steht aktuell nur Letzterer fit zur Verfügung.

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