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Hamburg - HSV-Coach Dieter Hecking spricht über den Verein im Wandel, seinen Kader, den neuen Co-Trainer Tobias Schweinsteiger und das Saisonziel Aufsieg.

Der Hamburger SV bereitet sich derzeit im österreichischen Kitzbühel auf die Mission Aufstieg vor. Der einstige Bundesliga-Dino will nicht zum Zweitliga-Dino werden und zurück ins deutsche Fußball-Oberhaus.

Leiter der schwierigen Mission ist Dieter Hecking. Der Trainer stellt sich mit dem Wechsel zum HSV in die 2. Liga bewusst einer neuen, großen Herausforderung.

"Wenn man 13 Jahre in der Bundesliga trainiert hat, dann ist vieles eintönig und normal geworden", sagt der 54 Jahre alte Coach im Interview für das SPORT1 Bundesliga Sonderheft. "Der HSV ist deshalb genau die Aufgabe, die ich brauche, um mich selbst neu zu erfinden und neu zu motivieren."

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Worauf er sich beim hanseatischen Traditionsklub einlässt, weiß Hecking: "Dass die Leute mit mir eine gewisse Erwartungshaltung verknüpfen, dem kann ich standhalten."

Hecking: Aufstieg "bis Mai 2020 nicht mehr hören"

Der HSV sei in seiner "Familie schon immer ein großes Thema" gewesen, vor allem bei Sohn Aaron, berichtet der 54-Jährige.

"Für mich war es immer ein Verein, bei dem ich gesagt habe, wenn der mal kommt, würde ich mir Gedanken machen. Jetzt bin ich da. Die Vorfreude ist groß", sagt Hecking.

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Den Aufstieg als ambitioniertes Ziel des HSV-Vorstands teilt Hecking, ständig davon sprechen möchte er aber nicht. "Ich habe gegenüber der Mannschaft einmal das Wort Aufstieg erwähnt und anschließend gesagt, dass ich das bis Mai 2020 nicht mehr hören möchte."

Hecking geht HSV-"Puzzle" mit "ein bisschen Demut" an

Inwieweit der Kader der Rothosen für das Projekt Wiederaufstieg weiter umgebaut wird, sei noch offen.

"Ich vergleiche das immer mit einem Puzzle. Der Rahmen ist gelegt, jetzt geht es darum, das Bild zu legen", sagt Hecking, der dies "mit kleinen Schritten, mit ein bisschen Demut, aber auch mit dem Bewusstsein tun, dass wir Qualität haben" umsetzen wolle.

Aktuell werde jeder Spieler des HSV zunächst unter die Lupe genommen. "Am Ende muss man die Frage stellen, ob der Spieler bereit ist, die Aufgabe beim HSV voll anzugehen. Wenn das nicht der Fall ist, muss man Konsequenzen ziehen."

Tobias Schweinsteiger "macht mir einfach Spaß"

Im Trainerteam kam es ohnehin zu Veränderungen, in erster Linie natürlich mit dem neuen Cheftrainer. Aber auch in Heckings Staff gibt es ein neues Gesicht: Co-Trainer Tobias Schweinsteiger.

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Der frühere Spieler und Jugend-Trainer des FC Bayern blicke "über den Tellerrand hinaus", beschreibt Hecking seinen neuen Assistenten. "Der Junge macht mir einfach Spaß und ich finde es wichtig, sich bei aller eigenen Erfahrung auch immer wieder neuen Dingen zu öffnen."

Schweinsteiger sei obendrein eine willkommene Verjüngung im Trainerteam. "Ich werde auch nicht jünger", räumt Hecking ein, "und es tut ganz gut, wenn man einen jüngeren Kollegen mit im Trainerstab hat, der vom Alter her näher an den jungen Spielern dran ist und vielleicht mit ganz anderen Ideen reinkommt."

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