Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Im Fall Bakery Jatta ziehen der VfL Bochum, der KSC und der 1. FC Nürnberg ihre Einsprüche zurück. Zuvor hatte das Bezirksamt die Ermittlungen eingestellt.

Der "Fall Bakery Jatta" kann endgültig zu den Akten gelegt werden sein.

Nachdem am Montag das zuständige Bezirksamt Hamburg-Mitte die Ermittlungen gegen den Fußballprofi des Zweitligisten Hamburger SV eingestellt hatte, zogen einen Tag später die Ligakonkurrenten Karlsruher SC, VfL Bochum und 1. FC Nürnberg ihre Einsprüche gegen die Wertung ihrer Punktspiele gegen die Norddeutschen zurück.

"Das ist ein guter Tag für Bakery Jatta, den HSV und seine Fans", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme des HSV-Vorstands: "Wir sind froh, dass sich alle Klubs nach der schnellen Arbeit der Hamburger Behörden wieder auf Fußball statt auf Paragraphen konzentrieren können. Wir wünschen uns insbesondere für Bakery Jatta, dass wir jetzt endlich wieder zur Normalität zurückkehren können."

Anzeige

Damit ist auch die Verhandlung des Nürnberger Einspruchs vom Tisch, der am kommenden Montag (9. September) in Frankfurt/Main stattfinden sollte. Dort sollte angeblich ein Kronzeuge gegen Jatta aussagen, auch von einem Profiler als Belastungszeugen war die Rede.

"Der Club soll mit dem Schwachsinn aufhören. Ich finde es nicht in Ordnung", sagte Club-Legende Dieter Eckstein zu SPORT1.

"Mit der Entscheidung der zuständigen Behörde hat sich die sportjuristische Frage für den Club geklärt, und wir sehen keine Veranlassung mehr, den Einspruch beim Deutschen Fußball-Bund gegen die Spielwertung des Club-Heimspiels gegen den Hamburger Sport-Verein aufrecht zu erhalten", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Nürnberger, die den Mitteilungen der Karlsruher und Bochumer gleicht.

Nach einem Medienbericht der Sport Bild vom 7. August hatte es Zweifel an der Identität Jattas gegeben, das Bezirksamt hatte ermittelt.

Erlebe bei MAGENTA SPORT mit Sky Sport Kompakt alle Sky Konferenzen der Fußball-Bundesliga live! | ANZEIGE

Anschließend hatten Nürnberg (0:4), Bochum (0:1) und Karlsruhe (2:4) Protest beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegen die Wertung ihrer Spiele gegen den HSV eingelegt, der ungeachtet der Diskussionen um Jatta den Offensivspieler aus Gambia eingesetzt hatte.

Der DFB hatte am Montag erklärt, dass sich das Sportgericht nur dann mit dem Fall befassen werde, wenn die Klubs ihre Einsprüche aufrecht erhalten sollten.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image