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Aue-Keeper Martin Männel erhebt nach dem Spiel gegen Nürnberg schwere Vorwürfe gegen den Club. Nachdem diese entkräftet werden, muss sich der Torhüter entschuldigen.

Heftige Worte von Martin Männel!

Nach dem Zweitligaspiel zwischen Erzgebirge Aue und dem 1. FC Nürnberg hat der Aue-Keeper schwere Vorwürfe gegen den Club erhoben.

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"Was ich so mitbekommen habe, sind die Nürnberger in ihrem Hotel in Bad Schlema ziemlich durchgedreht und haben die Angestellten dort als Bauern bezeichnet. Sie haben damit eine Region verunglimpft. Es sind nicht nur die Leute, die sie dort meinen, sondern sie meinen damit auch uns als Mannschaft. Das vor dem Spiel zu hören, hat uns betroffen gemacht und war Zusatzmotivation", sagte der 31-Jährige nach der Partie in der Mixed Zone.

"Das zeugt davon, dass die Nürnberger vielleicht noch nicht ganz in der richtigen Spur laufen, was Demut und Bodenständigkeit angeht", so der Torhüter weiter.

Hoteldirektorin entkräftet Vorwürfe

Vorwürfe, die Hoteldirektorin Katja Kießig ganz und gar nicht bestätigen kann. "Mir ist rätselhaft, wie es zu diesen Vorwürfen gekommen ist. Die Nürnberger Mannschaft ist überaus positiv aufgefallen. Ich habe mit fast allen Angestellten persönlich gesprochen, niemand hat etwas entsprechendes zu berichten gehabt", sagte die 42-Jährige gegenüber der Bild.

Ganz im Gegenteil: "Gäste haben mich sogar angesprochen, ob die Nürnberger Mannschaft tatsächlich im Hotel sei, weil es so extrem ruhig in der Anlage sei", so Kießig weiter.

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Dass seine Vorwürfe ganz und gar nicht der Wahrheit entsprechen, musste auch Männel inzwischen einräumen. "Ich habe den Eindruck erweckt, dass die Nürnberger Mannschaft ein undiszipliniertes Team ist. Das war nicht meine Absicht und aus der Emotion heraus", gab sich der Keeper kleinlaut.

Männel entschuldigt sich beim Club

Nach den Aussagen der Hoteldirektorin bleibe Männel "nichts anderes übrig, als meine Aussagen zu revidieren und mich in aller Form dafür zu entschuldigen."

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Der Torhüter, der selbst eine Ausbildung zum Sportjournalisten absolviert hat, hat inzwischen den Kontakt mit den Franken gesucht. "Ich habe mit Enrico Valentini schon geschrieben und mich bei ihm und damit stellvertretend bei der gesamten Mannschaft entschuldigt. Mehr möchte ich zu dieser Sache jetzt nicht mehr sagen", so der Keeper weiter.

Am Freitagabend hatte sich im Erzgebirgsstadion eine denkwürdige Partie ereignet. Drei Elfmeter, sieben Tore und ein Platzverweis hielten die Fans in Atem. Martin Männel wurde zum Held der Partie, als er in der neunten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter der Franken hielt und damit den 4:3-Sieg seines Teams sicherte.

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