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Hamburgs Sportsenator Andy Grote ist bei den Ultras von St. Pauli kein gern gesehener Gast
Hamburgs Sportsenator Andy Grote ist bei den Ultras von St. Pauli kein gern gesehener Gast © Getty Images
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Eine Podiumsdiskussion schlägt beim FC St. Pauli hohe Wellen. Nach Kritik von Ultras wird die Öffentlichkeit von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Die Podiumsdiskussion mit dem Thema "Unser Fußball – braucht neue Werte" sorgt beim FC St. Pauli für Wirbel.

Wenige Stunden vor Beginn der prominent besetzten Talkrunde am Donnerstagabend hat sich der Fanclub "fairnetzer.1910" dazu entschieden, Öffentlichkeit und Medien auszuschließen, wie der Kiezklub SPORT1 bestätigte.

Zuvor hatte die Fangruppierung "Ultrà St. Pauli" (USP) die Ausladung von DFB-Vizepräsident Rainer Koch sowie Hamburgs Innnen- und Sportsenator Andy Grote (SPD), selbst Mitglied des FC St. Pauli, gefordert und mit Interventionen gedroht, sollten die beiden Gäste dennoch kommen.

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"Wir halten die Teilnahme dieser beiden Personen bei einer Diskussion über 'Werte' in unserem Stadion für völlig deplatziert und nicht akzeptabel", so lautet eine USP-Stellungsnahme. Auch mit dem Veranstaltungsort Millerntor-Stadion zeigten sich die Ultras nicht einverstanden.

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Joachim Weretka, Mitglied des Veranstalters, sagte: "Das Ziel, heute Abend über neue Werte im Fußball zu diskutieren, sehen wir in der ursprünglichen Form stark gefährdet, denn durch die Intervention und den Protest von verschiedenen Fangruppierungen und nun auch durch politische Gruppen sehen wir einen reibungslosen Ablauf der Podiumsdiskussion nicht mehr gewährleistet und können sie daher aus Sicherheitsgründen nicht wie geplant durchführen."

Göttlich bedauert Ausschluss der Öffentlichkeit

Einer der Podiumsteilnehmer ist St. Paulis Präsident Oke Göttlich, der über den Ausschluss der Öffentlichkeit nicht glücklich ist: "Das Präsidium bedauert die Entscheidung, denn der FC St. Pauli steht für eine offene und tolerante Diskussionskultur und wird sich auch weiterhin in Gesprächen und Diskussionen mit in Teilen der Öffentlichkeit kontrovers gesehenen Menschen sachlich und kritisch auseinandersetzen und im Sinne der Inhalte von wichtigen sportpolitischen Themen agieren."

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An der Diskussionsrunde nehmen neben Göttlich, Koch und Grote auch HSV-Sportchef Jonas Boldt, Moderator Gerhard Delling und Annika Rittmann von der Klima-Initiative "Fridays for Future" teil. 

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