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Der Hamburger SV braucht im Aufstiegsrennen dringend einen Sieg - jetzt steht das Derby an
Der Hamburger SV braucht im Aufstiegsrennen dringend einen Sieg - jetzt steht das Derby an © Imago
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Die Konkurrenz punktet, der Hamburger SV muss im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga dringend nachziehen. Nun steht das Derby gegen den FC St. Pauli an.

Die anderen Aufstiegskandidaten haben vorgelegt, der Stadtrivale ist in Top-Verfassung - das 105. Hamburg-Derby am Montag beim FC St. Pauli könnte richtungweisend für den Hamburger SV werden. Nur mit einem Sieg am Millerntor können die Gäste die Tabellenführung zurückerobern und sich für die blamable 2:3-Niederlage vor einer Woche beim Schlusslicht Würzburger Kickers rehabilitieren.

HSV-Kapitän Tim Leibold geht zuversichtlich in das erste Hamburger Lokalderby ohne Zuschauer. "Wenn wir wieder unsere Qualität als Kollektiv auf den Platz bringen, dass sind wir für jede Mannschaft in der Liga ein undankbarer Gegner", sagte der Abwehrspieler.

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Vorläufig allerdings sind die Rothosen nur noch Tabellendritter, nachdem der VfL Bochum Würzburg ungefährdet mit 3:0 besiegte und auch die Bayern-Pokal-Bezwinger von Holstein Kiel Erzgebirge Aue etwas glücklich mit 1:0 niederrangen. Die SpVgg Greuther Fürth kam bei Hannover 96 nach zweimaligem Rückstand immerhin zu einem 2:2. 

Hamburg-Derby ging zuletzt an St. Pauli

Der HSV wird fokussiert zu Werke gehen müssen. Denn in der vergangenen Saison gingen beide Spiele gegen die "Boys in Brown" verloren. Sechs verlorene Punkte, die am Ende die Bundesliga-Rückkehr kosteten. Und sechs gewonnene Zähler für den FC St. Pauli, die ihn vor dem Abstieg in die Drittklassigkeit bewahrten.

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Aber selbst ein souveräner Erfolg wie das 4:0 vor zwei Jahren auf dem Heiligengeistfeld wäre keine Garantie auf den HSV-Aufstieg. Seinerzeit filetierten die Gäste ihren Gegner geradezu - und konnten anschließend nur noch zwei der letzten neun Saisonspiele gewinnen, die sofortige Rückkehr in Liga ein wurde verpasst.

"Natürlich ist es kein Spiel wie jedes andere, es hat auch nicht an Brisanz verloren. Wir gehen auf jeden Fall mit breiter Brust ins Derby", sagte St. Paulis Trainer Timo Schultz, der die übliche Atmosphäre allerdings vermisst: "Der letzte Funke und die Emotionalität fehlen, wenn die Fans nicht da sind."

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Auch für seinen HSV-Kollegen Daniel Thioune ist die Partie alles andere als Alltag: "Es gibt nicht nur drei Punkte zu verdienen, sondern es geht auch um die Nummer eins in der Stadt. Wir haben die Favoritenrolle, auch wenn Derbys ja ihre eigenen Gesetze haben." 

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Diesmal ist das Stadtderby auch das Duell der beiden Torjäger Simon Terodde und Guido Burgstaller. Für HSV-Knipser Terodde spricht die Quote von 19 Saisontoren in 22 Spielen, für den von Schalke 04 verpflichteten Österreicher das Momentum. Denn seit sich der 31-Jährige von einer Operation im Bauchraum erholt hat, gelangen ihm acht Treffer in sieben Partien hintereinander.

Burgstaller trug mit dieser Erfolgsserie maßgeblich dazu bei, dass St. Pauli mit sechs Siegen aus sieben Begegnungen vorerst Abstand zu den Abstiegsplätzen gewinnen konnte. "Bei uns funktioniert das ganze Paket gut. Ich bekomme meine Chancen und die verwerte ich Gott sei Dank", sagte der Ex-Nationalspieler dazu gelassen im Interview mit der Hamburger Morgenpost.

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