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Regel-Revolution: Regel-Revolution: FIFA will Nachschüsse bei Elfmeter abschaffen - Der nachträgliche Hand-Elfmeter gegen Marc-Oliver Kempf vom SC Freiburg gegen Mainz 05 sorgte letzte Saison für viele Duskussionen
Der nachträgliche Hand-Elfmeter gegen Marc-Oliver Kempf vom SC Freiburg gegen Mainz 05 sorgte letzte Saison für viele Duskussionen © Getty Images
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Die Regelhüter des Weltverbandes FIFA planen offenbar eine Regel-Revolution. Bei verschossenen Strafstößen soll künftig kein Nachschuss mehr möglich sein. Auch die Hand-Regel soll geändert werden.

Das Regelwerk des Weltfußballs steht womöglich vor einer einschneidenden Regel-Revolution.

Die Fußball-Regelhüter planen offenbar, bei verschossenen Elfmetern künftig keine Nachschüsse mehr zuzulassen. Das berichtet die englische Zeitung The Telegraph.

Wie die Zeitung schreibt, tritt am kommenden Dienstag das für internationale Regelfrage zuständige International Football Association Board (Ifab) zusammen. Bei dem Konvent soll es darum gehen, ob im kommenden März wegweisende Änderungen zur Abstimmung gestellt werden sollen.

Regel-Revolution: Kein Nachschuss bei Elfmeter

Dabei geht es unter anderem um die Abschaffung von Nachschüssen bei vergebenen Strafstößen. Ähnlich wie beim Elfmeterschießen wären bei einem solchen Szenario künftig alle Szenen abgeschlossen, wenn ein Torwart einen Strafstoß pariert oder der Ball vom Aluminium zurück ins Feld prallt.

Bei verschossenen Elfmetern würde das Spiel folglich mit einem Abstoß fortgesetzt werden.

Handspiel-Regel vor radikaler Änderung?

Ein zweiter Diskussionspunkt betrifft das leidige Thema Handspiel. In dieser Sache machten sich die Regelhüter dafür stark, die Formulierung "absichtliches Handspiel" aus den Statuten streichen zu lassen, berichtet der Telegraph.

Stattdessen solle künftig nur noch ausschlaggebend sein, ob im Falle eines Handspiels eine unnatürliche Handbewegung des betreffenden Spielers vorgelegen habe. Doch wie definiert man diese "unnatürliche Handbewegung"?

Auch dazu soll es bereits einen Vorschlag geben. Demnach könnte immer dann ein Handspiel gegeben werden, wenn der Ball den Arm über Schulterhöhe treffe. Unter Schulterhöhe könne dann ein Vergehen vorliegen, wenn der Arm weiter abgespreizt sei, als es in der Uhrzeiger-Stellung acht Uhr oder vier Uhr der Fall wäre. 

FIFA: Kampf gegen Zeitspiel

Desweiteren wollen die Regelhüter offenbar unnötigen Spielverzögerungen vorbeugen. Dem Bericht zufolge sollen ausgewechselte Spieler das Feld deshalb in Zukunft auch außerhalb der Wechselzone verlassen dürfen – jeweils an der nächstgelegenen Außenlinie.

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