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Karl-Heinz Feldkamp feiert seinen 85. Geburtstag
Karl-Heinz Feldkamp feiert seinen 85. Geburtstag © imago
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Karl-Heinz Feldkamp hat als einziger Trainer mit drei verschiedenen Klubs den DFB-Pokal gewonnen. Am 2. Juni feiert der gebürtige Oberhausener seinen 85. Geburtstag.

In den vergangenen Tagen schaffte es Karl-Heinz Feldkamp mal wieder in die Medien.

Der Grund war allerdings nicht sein 85. Geburtstag, den der frühere Erfolgstrainer am 2. Juni feierte. Feldkamp wurde wegen Niko Kovac erwähnt. Der Coach von Bayern München holte als vierter Trainer nach Hennes Weisweiler, Otto Rehhagel und eben Feldkamp den Pokal mit zwei verschiedenen Mannschaften.

Doch der Rekord ist damit noch nicht Gefahr. Schließlich führte Feldkamp gleich drei Klubs in Berlin zum Triumph. In den Chroniken von Bayer Uerdingen (1985), Eintracht Frankfurt (1988) und des 1. FC Kaiserslautern (1990) hat der gebürtige Oberhausener, der seit Jahren einen Großteil seiner Zeit im Haus der Familie in Andalusien verbringt, deshalb einen Ehrenplatz sicher.

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Feldkamps "Wunder" gegen Real Madrid

Diese Erfolge waren aber längst nicht alles. Im Europacup vollbrachte Feldkamp sogar wahre "Wunder" - und das gleich zweimal. 1982 warf der Trainer mit dem FCK den spanischen Rekordmeister Real Madrid im Viertelfinale aus dem UEFA-Cup. Das 0:5 auf dem Betzenberg haben die Königlichen bis heute nicht vergessen.

Ähnliches gilt für die Profis von Dynamo Dresden, die 1986 beim "Wunder von der Grotenburg" live dabei waren. Nach dem 0:2 im Hinspiel und einem 1:3 zur Pause stand am Ende das längst legendäre 7:3 der Uerdinger im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger. Mit den "Roten Teufeln" wie mit Bayer schaffte es Feldkamp bis ins Halbfinale der Europapokal-Wettbewerbe.

Der größte Erfolg sollte aber noch kommen. Im Jahr 1991 gewann "King Kalli" als Trainer die deutsche Meisterschaft. Angeführt von den beiden Stürmern Stefan Kuntz und Bruno Labbadia ließen die Lauterer die großen Bayern sensationell hinter sich.

Feldkamp ist "kein Trophäensammler"

Die Erinnerungen an die Triumphe hat Feldkamp aber nur in seinem Kopf gespeichert. "Ich bin kein Trophäensammler", sagte der Jubilar: "Alles, womit ich ausgezeichnet worden bin - auch die Meistermedaille mit Kaiserslautern - habe ich an diejenigen weitergegeben, die bei den Ehrungen leer ausgingen. Zum Beispiel an die Busfahrer."

Ohnehin bewertet Feldkamp, der bei über 400 Bundesligapartien an der Seitenlinie stand, seine Leistungen nicht anhand von Titelgewinnen. "Die größten Erfolge waren nicht die Meisterschaften und die Pokalsiege", betonte der frühere Mittelfeldspieler, der für Rot-Weiß Oberhausen zwischen 1952 und 1967 in der Oberliga und der 2. Liga 316 Partien (42 Tore) bestritt: "Die größten Erfolge waren es, die Rückschläge wegzustecken und wiederzukommen."

Feldkamp, der unter anderem auch die SG Wattenscheid 09, Arminia Bielefeld und Borussia Dortmund betreute, kam tatsächlich immer wieder zurück. In der Türkei wurde "Beyaz Tilki" (der graue Fuchs) mit Galatasaray Istanbul Meister und Pokalsieger (1993), das Double hatte er zuvor bereits in Ägypten mit Al Ahly Kairo geholt (1989).

Die Erfolge Feldkamps, der Mitte der 1990er Jahre als Experte beim ZDF arbeitete, würdigten auch die Medien. Der Kicker zeichnet ihn 1980 und 1991 als "Trainer des Jahres" aus.

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