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München - Nach dem Audi Cup in der Allianz Arena rücken Polizei und Gewerbeamt an und kontrollieren die Ordnungskräfte. Der FC Bayern bestätigt inzwischen das Vorgehen.

Der FC Bayern hat inzwischen bestätigt, dass es im Rahmen des Audi Cups in der Allianz Arena am vergangenen Dienstag "Kontrollen des Ordnungsdienstes gegeben hat".

In einer Stellungnahme auf der Vereinshomepage heißt es, "die kontrollierten Personen sind keine Mitarbeiter des FC Bayern, sondern ausschließlich Beschäftige des entsprechenden Sicherheits-Dienstleisters oder dessen Subdienstleisters".

Bayern unterstützt Aufklärung

Der FC Bayern unterstütze "die Aufklärung der Vorfälle und der dabei aufgekommenen Beanstandungen nach besten Kräften. Wenn nötig, wird der FC Bayern die entsprechenden Konsequenzen ziehen."

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Am Freitag hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass es am Dienstag zu einer Großrazzia in der Allianz Arena gekommen sei. 

Bei der Schwarzarbeitskontrolle im Stadion wurden demnach massive Unregelmäßigkeiten und Gesetzesverstöße festgestellt.

Rund 30 Beamte des Münchner Zolls seien gemeinsam mit Polizei und Gewerbeamt vor Ort gewesen.

Dabei seien insgesamt 253 Ordnungskräfte kontrolliert worden - bei 194 von ihnen seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden.

Viele Ordner konnten flüchten

Demnach waren 100 Ordner offenbar schwarz beschäftigt oder hatten den aufgrund von Vorschriften benötigten Personalausweis nicht bei sich. Bei 142 weiteren Personen sei der "Nachweis für einen gewerberechtlich zulässigen Einsatz als Sicherheitskraft" nicht erbracht worden. Einzelne Ordner hätten sogar keine Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltsgenehmigung vorweisen können.

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Bei Spielen wie dem Audi Cup sind im Normalfall deutlich mehr als 250 Ordner im Einsatz, viele hätten von den Beamten aber nicht kontrolliert werden können, weil sie vorher geflohen seien. Laut Zoll haben einige Kontrolleure mit eigenen Augen beobachtet, wie Ordnungskräfte sich ihrer T-Shirts entledigt haben, um nicht mehr als Ordner erkannt zu werden.

Laut Schätzungen entkamen so rund 100 Personen den Kontrollen.

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