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FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - APRIL 02:  The logo of the German Football Association (DFB) seen at DFB Headquarter on April 02, 2019 in Frankfurt am Main, Germany. Reinhard Grindel, President of the German Football Association (DFB), has stepped down as president, effective immediately. This was confirmed by the DFB today after German media reported on financial irregularities. The two vice presidents Rainer Koch and Reinhard Rauball will take over the leadership of the association on an interim basis until the DFB Bundestag in September. (Photo by Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images)
Der DFB rechnet wegen des Coronavirus mit einem Millionenverlust © Getty Images
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Die Coronakrise trifft auch den Fussball hart. Daher rechnet der DFB im schlimmsten Fall mit einem Verlust von 50 Millionen Euro. Vereinen wird zur Kurzarbeit geraten.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwartet durch die Coronakrise erhebliche finanzielle Einbußen. "Wir haben ein erstes Zahlenmodell entwickelt: Im schlechtesten Fall müssen wir mit einem Verlust von mehr als 50 Millionen Euro rechnen", sagte Schatzmeister Stephan Osnabrügge auf der Verbandshomepage am Freitag.

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"Man mag sagen, macht ja nichts, der Verband ist ja reich", sagte Osnabrügge. Das allerdings treffe es nicht, weil der DFB "von oben nach unten finanziert. Nicht wir leben von Mitgliedsbeiträgen, sondern wir unterstützen das System des gemeinnützigen Fußballs. Kann der DFB nicht mehr zahlen, schlägt dies unmittelbar auf unsere Mitgliedsverbände durch und trifft dort die Sportschulen, die Menschen, die den Amateurspielbetrieb organisieren, viele Tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern."

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Direkte Hilfsmaßnahmen für die 25.000 Vereine gestalteten sich schwierig. "Der Fußball muss – so schwer das auch fallen mag – in der Erwartungshaltung realistisch bleiben", betonte Osnabrügge. "Wir dürfen Vereine nicht direkt bezuschussen. Aber wir können es auch wirtschaftlich nicht."

DFB fordert Solidaritätsbeitrag

Der DFB darf seinen Mitgliedsverbänden helfen, was er auch tut, und kümmert sich als Träger der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und der Junioren-Bundesligen um "gezielte Maßnahmen, um die Liquidität der Klubs unserer Spielklassen aufrecht zu erhalten".

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Zuschüsse jedoch seien steuerrechtlich nicht erlaubt, für eine Kreditvergabe wäre eine Banklizenz vonnöten. "Ich habe das Ganze zur Sicherheit nochmals in die Prüfung gegeben, aber ich bin leider wenig optimistisch", sagte Osnabrügge. Eine unmittelbare finanzielle Unterstützung einzelner Amateurvereine sei nicht möglich - auch wirtschaftlich nicht: "Wir haben 25.000 Vereine in Deutschland. Würde man jedem Verein 3000 Euro Unterstützung in der Krise geben, wären die Rücklagen des DFB aufgebraucht."

Osnabrügge rät den Vereinen, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem erwarte er von denen, "die das Glück haben, in normalen Zeiten viel Geld mit dem Fußball verdienen zu dürfen, einen klaren Solidaritätsbeitrag mit ihren Arbeitgebern".

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