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Gianni Infantino hat zum ersten virtuellen FIFA Kongress geladen
Gianni Infantino hat zum ersten virtuellen FIFA Kongress geladen © Imago
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Viele nationale Fußballverbände sind schwer von der Corona-Pandemie getroffen worden. Nun beschließt die FIFA Hilfen in Milliardenhöhe.

Das Council des Fußball-Weltverbandes hat einen milliardenschweren Corona-Hilfsplan verabschiedet.

Wie die FIFA am Donnerstag nach einer Videokonferenz mitteilte, sieht das Hilfskonzept eine Ausschüttung von 1,5 Milliarden Dollar (knapp 1,27 Milliarden Euro) vor.

150 der 211 Mitgliedsverbände haben bereits einen Antrag auf Hilfsgelder gestellt. Der Plan war von der FIFA-Administration in Zusammenarbeit mit den Konföderationen erarbeitet und bereits am 25. Juni vom Council bewilligt worden.

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Der abgesegnete Hilfsplan besteht aus Zuschüssen und Darlehen. So erhalten alle Mitglieder Unterstützungen in Höhe von insgesamt drei Millionen Dollar sowie zusätzlich 500.000 Dollar für den Frauenfußball.

Des Weiteren können alle Mitglieder zinsfreie Darlehen von bis zu 35 Prozent ihres geprüften Jahresumsatzes beantragen. Die Darlehen sind auf Beträge zwischen 500.000 und fünf Millionen Dollar beschränkt.

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70. FIFA-Kongress: Erstmals virtuell

FIFA-Präsident Gianni Infantino erstattete am Donnerstag zudem Bericht über die virtuellen Gipfeltreffen mit den Präsidenten der Mitgliedsverbände, die im Juli und August stattfanden. Die Gipfeltreffen beinhalteten einen Austausch über die Folgen von COVID-19 auf den Fußball und wie auf die Herausforderungen zu reagieren sei, sowie offene Diskussionen über eine Reihe von Themen wie Jugendwettbewerbe, den internationalen Spielkalender und die Entwicklung des Frauenfußballs, teilte die FIFA mit.

Am Freitag folgt der 70. FIFA-Kongress, der erstmals virtuell veranstaltet wird. Laut Tagesordnung geht es um die Auswirkungen der Coronakrise und ums Geld. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Infantino, der gleich zwei Ansprachen plant. Für die zahlreichen Kritiker dürfte sich allerdings die Frage stellen, warum Infantino überhaupt noch bei der FIFA reden darf.

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Strafverfahren gegen Infantino

Gegen den 50-Jährigen läuft in seiner Schweizer Heimat seit Ende Juli ein Strafverfahren. Bereits vor einem Monat war die FIFA-Ethikkommission Infantino jedoch schon zur Seite gesprungen. Das Gremium hatte seine Voruntersuchung gegen Infantino aufgrund "mangelnder glaubhafter Beweise" eingestellt.

Um einen Abfluss der frisch abgesegneten Hilfsgelder in dunkle Kanäle zu vermeiden, versprach die FIFA, dass alles genau überwacht werde.

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