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Die Kroos-Brüder reden im Podcast über den Wechsel von Marco Rose zum BVB. Außerdem geht es um internationale Reisen von Fußball-Klubs und die bevorstehende EM.

Von der einen Borussia zur anderen.

Das Bekanntwerden von Marco Roses Wechsel von Gladbach zum BVB hat am Montagnachmittag für viel öffentliches Aufsehen gesorgt. Die Personalie wird aber nicht nur in Fanforen hitzig diskutiert. 

Im Podcast "Einfach mal Luppen" von Toni und Felix Kroos haben sich jetzt auch die beiden Brüder über den Trainer-Transfer im kommenden Sommer geäußert. Dabei zeigte sich vor allem Felix Kroos enttäuscht von dem Beschluss des Noch-Gladbach-Trainers.

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"Wenn man das als Fußball-Fan betrachtet, ist es irgendwie schade, dass ein Trainer, der dort so erfolgreich war, nach zwei Jahren sagt, er will was Neues machen", sagte der 29-Jährige, der aktuell bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag steht, und schob nach: "Gerade als Trainer willst du bei einem Verein ja etwas aufbauen. Und dafür sind zwei Jahre relativ kurz - auch wenn der Erfolg mit dem Einzug ins Champions-League-Achtelfinale groß war."

Natürlich sei Roses persönliche Entscheidung zu respektieren, "aber ich sehe Vereinstreue immer sehr gerne. Gerade wenn es so gut läuft".

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Toni Kroos: Das wird den Gladbachern wehtun

Sein Bruder Toni sieht vor allem den für die Rheinländer historischen und erstmaligen Einzug ins Achtelfinale der Champions League als großen Verdienst der scheidenden Cheftrainers. "Gladbach hat sich richtig gut entwickelt", lobte der Weltmeister von 2014. Dass Rose den Verein jetzt verlassen wird, werde den Fohlen in jedem Fall "wehtun".

Toni Kroos, der in der Champions-League-Gruppenphase der laufenden Saison schon zweimal auf die Borussia getroffen ist, spricht dabei auch aus eigener Erfahrung.

"Gerade im Hinspiel sind die Gladbacher sehr unangenehm gewesen. Auch in der letzten Saison haben sie stark gespielt und sich für die Champions League qualifiziert", sagte der Real-Star und ergänzte: "Ich glaube, sie waren sehr zufrieden mit dem Trainer - gerade auch die Fans." 

Jetzt, kurz nach der Bekanntgabe des Wechsels, herrscht am Niederrhein aber zunächst einmal angespannte Stimmung.

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Kroos glaubt nicht an EM in zwölf Ländern

Angespannt dürfte Anfang der Woche auch das Verhältnis zwischen Hansi Flick und Karl Lauterbach gewesen sein. Der Bayern-Trainer und der SPD-Politiker hatten sich öffentlich über die Reise-Privilegien von Fußballvereinen während der Corona-Pandemie gestritten

Auch diesbezüglich haben die Kroos-Brüder klare Meinungen. "Es ist schwer, den Leuten zu vermitteln, dass das ohne Probleme geht", sagte Felix Kroos: "Ich verstehe die Meinungen, die sagen: 'Die Fußballer reisen da durch die Weltgeschichte und wir müssen zuhause sitzen und können froh sein, wenn wir vor die Haustür gehen dürfen'."

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Wichtig sei vor allem, ergänzte Toni Kroos, dass in dieser Thematik der richtige Mittelweg gefunden werde. Als Beispiel zog der 31-Jährige die bevorstehende Europameisterschaft an. Stand jetzt soll das Turnier im kommenden Sommer in zwölf verschiedenen Ländern ausgetragen werden.

"Mein Gefühl sagt mir zumindest, dass es nicht in diesen zwölf Ländern stattfinden wird ", sagte er und fügte an: "Aber da lasse ich mich überraschen."

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