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München - In der 3. Liga grüßt der FC Bayern II von Platz 1. Ein Aufstieg ist dennoch nicht möglich. Das hat Auswirkungen auf die oberen Plätze in der Tabelle.

Die 3. Liga biegt auf die Zielgerade ein. Am heutigen Mittwoch findet der komplette 37. Spieltag statt (ab 19 Uhr im LIVETICKER). Und so spannend war es zwei Spieltage vor Saisonende womöglich noch nie.

Bis Platz acht, den gerade Waldhof Mannheim inne hat, kann jedes Team noch aufsteigen beziehungsweise den Relegationsplatz erreichen. 

Kurz vor Toreschluss steht der FC Bayern II mit 64 Punkten an der Tabellenspitze, einen Zähler vor den Würzburger Kickers, drei vor Eintracht Braunschweig. Seit dem Re-Start nach Corona ist die Mannschaft unbesiegt und heimste 23 Punkte in neun Spielen ein.

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Die kleinen Bayern können schon heute Meister werden, wenn sie gewinnen und Würzburg als Tabellenzweiter verliert.

Kurios: Das Team von Sebastian Hoeneß ist klar auf Aufstiegskurs Richtung 2. Liga, darf aber trotz einer herausragenden Saison nicht aufsteigen, weil die Profis bekanntermaßen in der Bundesliga spielen.

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Kein Aufstieg möglich 

Für zweite Mannschaften von Erst- oder Zweitligisten ist die 3. Liga gemäß DFB-Spielordnung die höchstmögliche Spielklasse. Anders als in Spanien, wo die zweiten Mannschaften von Real Madrid und vom FC Barcelona auch in der 2. Liga spielen dürfen. 

"Das ist natürlich schade, weil der FC Bayern als einziger Bundesligist mit der 2. Mannschaft in der 3. Liga spielt und auch noch Meister werden kann", findet des Trainers Vater Dieter Hoeneß im Gespräch mit SPORT1. "Die Entscheidung war damals richtig. Es wäre für die kleinen Bayern aber schon schön in der 2. Liga zu sein."

Ihre Erfolgssaison hat Auswirkungen auf das Aufstiegsrennen. Sollten die Münchner, im vergangenen Sommer Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern, am Ende auf einem der ersten drei Plätze landen, reicht sogar Platz vier, um in der Relegation um den Aufstieg zu spielen. 

Die zweite Mannschaft des Rekordmeisters ist in der 3. Liga sozusagen das Zünglein an der Waage, kann über den Aufstieg mit entscheiden. 

Hoeneß stellt Gerlands Punkterekord ein

Nach dem Triumph im Lokalderby gegen den TSV 1860 München (2:1) in der vergangenen Woche war bereits klar, dass der FCB II unter Hoeneß junior den Punkterekord von Klublegende Hermann Gerland aus der Saison 2008/09 eingestellt hat.

"Auch in der Vorrunde hat man von der Spielanlage schon den besten Fußball in der 3. Liga gespielt, aber die Spieler waren noch nicht so weit", urteilt Dieter Hoeneß. S"ie waren teilweise noch unerfahren. Das hat sich in der Rückrunde deutlich stabilisiert und da war schon die Handschrift von Sebastian zu erkennen. Es macht richtig Freude zuzuschauen."

Die Münchner spielen am Abend zu Hause gegen den MSV Duisburg. Die Zebras waren lange Tabellenführer und galten als Aufstiegsfavorit.

Doch heute kann der Aufstiegstraum platzen, wenn das Team von Torsten Lieberknecht im Grünwalder Stadion verlieren sollte. Auch für Rostock, Waldhof und 1860 würde sich der Traum vom Aufstieg über die Relegation wohl bei einer heutigen Niederlage erledigen. 

Keine Niederlage gegen die Konkurrenz 

Grund für den Höhenflug des FCB II war eine souveräne Rückrunde. Da verlor der Münchner Nachwuchs gegen keines der Teams aus der Aufstiegsregion.

Gegen Hansa Rostock gab es einen 1:0-Heimsieg, beim FC Ingolstadt gewann die Hoeneß-Elf 2:1, bei Eintracht Braunschweig gab es ein 1:1, in Mannheim wurde 2:1 gewonnen und in der Vorwoche feierten die Bayern einen 2:1-Derbysieg gegen Sechzig

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