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München - Da schafft Tomas Oral mit dem FC Ingolstadt den Aufstieg in die 2. Liga und danach verkündet der Verein die Trennung. Jetzt spricht er bei SPORT1 über die Hintergründe.

Diese Nachricht war ein Hammer. Noch am vergangenen Sonntag bejubelte Tomas Oral mit dem FC Ingolstadt nach einer erfolgreichen Relegation gegen den VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Liga. Am Mittwoch verkündete der Verein das Ende der Zusammenarbeit.

Der auslaufende Vertrag mit dem 48 Jahre alten Chefcoach werde nicht verlängert, teilten die Schanzer mit. Damit verlässt Oral den FCI nach 2013 und 2018 zum dritten Mal. (Ergebnisse und Spielplan der 3. Liga)

"Wir haben Geschichte geschrieben und einen Riesenspirit in den vergangenen knapp eineinhalb Jahren entwickelt. Aber es hat mich auch viel Energie und Kraft gekostet, sodass meine Vorstellungen und Planungen für die Zukunft nun andere sind", wurde Oral in der Pressemitteilung des Klubs zitiert.

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"Unter extremen Erfolgsdruck"

Keine Frage, diese Trennung kam für alle überraschend. "Wir standen mit dem FC Ingolstadt über einen längeren Zeitraum unter extremen Erfolgsdruck",  sagte Oral nun zu SPORT1. "Die Energie, nach zwei unglücklich verlaufenen Relegationsspielen immer wieder aufzustehen und erneut das Ziel des Aufstiegs im Fokus zu haben, die Mannschaften auf dem Weg dorthin mitzunehmen, kostete über diesen Zeitraum ein paar Körner mehr."

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Einen Tag vor dem Relegations-Hinspiel gab der Fußballlehrer im SPORT1-Interview noch eine Liebeserklärung an die Schanzer ab. Der FCI sei längst eine zweite Heimat geworden und es werde schwer Identifikation zu leben, wenn man jedes Jahr ein anderes Wappen küsst.

Nun den Verein zu verlassen, habe an seiner Einstellung nichts verändert, versicherte Oral. "Diese meine Aussagen waren und sind nach wie vor meine Überzeugung. Wenn wir uns nicht so sehr mit dem FC Ingolstadt identifizieren würden, hätten wir alle dieses Ziel des Aufstiegs nicht geschafft."

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Zoff mit Henke?

Dennoch fragen Frans und Experten nach einem Grund. Gab es Differenzen mit Sportdirektor Michael Henke oder einer anderen Person? "Es gab weder mit Michael Henke noch mit anderen Personen aus dem Management oder Präsidium Zoff", stellte Oral klar.

Oder geht er am Ende, weil er durch den Aufstieg plötzlich bessere Karten in der Hand hält, was die eigene Zukunft angeht?

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"Mit dem Aufstieg spüre ich für mich persönlich lediglich berufliche Bestätigung", betonte er. An ein Karriereende als Trainer denkt Oral jedenfalls nicht. "Es ist und bleibt meine Leidenschaft."

Er stand mit Ingolstadt dreimal in Serie in der Relegation zwischen der 2. und 3. Liga. Nach dem Abstieg in der Saison 2018/19 verpassten die Oberbayern in der folgenden Spielzeit durch ein Gegentor in letzter Sekunde gegen den 1. FC Nürnberg den direkten Wiederaufstieg.

Im dritten Anlauf machten die Ingolstädter am vergangenen Sonntag gegen den VfL Osnabrück die Rückkehr in die Zweitklassigkeit perfekt. Und müssen nun einen neuen Trainer finden.

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