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Timo Werner Leipzig
Timo Werner Leipzig © SPORT1-Grafik: Phillip Heinemann / Imago
Lesedauer: 2 Minuten
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Die unnötige Schwalbe von Timo Werner gegen Schalke und die ungelenken Rechtfertigungsversuche danach kosten den Retortenklub mehr als drei Punkte.

Der Höhenflug von RB Leipzig geht weiter.

Trotz des Bayern-Erfolgs am Vortag zeigte der Aufsteiger auch gegen die wiedererstarkten Schalker keine Nerven und bleibt nach dem zehnten Dreier im 13. Saisonspiel weiter Bundesliga-Spitzenreiter.

Doch über die Fortsetzung der Siegesserie sprach nach der Partie niemand. Denn das große Thema war die Schwalbe von Timo Werner, die schon in der 1. Minute zur unberechtigten Führung per Elfmeter führte.

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Vor allem Torschütze Werner, der zuletzt mit seiner starken Form nur positive Schlagzeilen geschrieben hatte, hinterließ dabei einen ganz schwachen Eindruck.

Zum einen, weil er sein Täuschungsmanöver trotz des deutlich verspäteten Abhebens nach einem harmlosen Rempler von Naldo partout nicht eingestehen wollte.

Zum anderen durch seine Aussagen, er habe Schalkes Torwart Fährmann vom Vorwurf des Foulspiels gegenüber dem Unparteiischen freigesprochen.

Schiedsrichter Bastian Dankert dagegen, der Fährmann wegen des angeblichen Fouls an Werner sogar Gelb gegeben hatte, wollte von so einem Gespräch nichts wissen.

Zur Ehrenrettung der Leipziger kann man sicherlich einige Argumente vorbringen. Dankert hätte nicht auf Werner hereinfallen dürfen und er hätte ihn danach selber zur Rede stellen müssen.

Zudem war der Sieg trotz der glücklichen Führung insgesamt verdient und Werner ist bisher auch nicht als Schauspieler in Erscheinung getreten, ebenso wenig wie die gesamte Leipziger Mannschaft.

Doch das ist nicht der entscheidende Punkt. Denn die als Brause-Klub geschmähten Roten Bullen haben am Samstag eine Riesenchance vertan.

Eine faire Geste von Werner, wie sie in der Vergangenheit etwa Miroslav Klose in ähnlicher Situation gezeigt hat, hätte Leipzig viel mehr als die drei Punkte gebracht.

Dank ihrer sportlichen Leistung hatten die Überflieger zuletzt immer mehr Skeptiker davon überzeugt, dass RB mehr ist als eine groß angelegte Marketingaktion von Dosen-Millionär Dietrich Mateschitz.

Doch diese neu gewonnenen Sympathien und den Respekt hat der Retortenklub bei vielen Fußballfans mit einer unnötigen Aktion verspielt - und damit eine Riesenchance zur PR verpasst.

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