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Darmstadt - Hertha BSC Berlin macht gegen den SV Darmstadt 98 einen Riesenschritt Richtung Europa League. Die Lilien bleiben im letzten Heimspiel der Saison zu harmlos.

Hertha BSC scheint im Schlussspurt der Saison wieder in die Spur zu finden und sich mit der Europa-League-Teilnahme zu belohnen. (Der SPORT1-Tabellenrechner)

Das Team von Trainer Pal Dardai feierte durch das verdiente 2:0 (2:0) bei Absteiger SV Darmstadt 98 den ersten Auswärtserfolg seit 161 Tagen und zuvor neun Pleiten in der Fremde in Folge. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Dadurch sprang der Hauptstadtklub auf den fünften Platz, der zur direkten Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League berechtigt. Am letzten Spieltag hat Hertha im eigenen Stadion gegen Bayer Leverkusen damit alles in der eigenen Hand. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Trainer Dardai blieb aber gelassen. "Wir werden uns genauso vorbereiten wie diese Woche und dann am Samstag vor eigenem Publikum alles geben", sagte er bei Sky.

Vor 17.400 Zuschauern im Jonathan-Heimes-Stadion besiegelten Salomon Kalou (14.) und Jordan Torunarigha (28.) den Sieg der Berliner. Der Abstieg der Darmstädter nach zwei Jahren im Oberhaus war bereits am vergangenen Wochenende durch die Niederlage bei Bayern München (0:1) besiegelt worden. (Der 33. Spieltag im Überblick)

Eine Woche nach der 1:4-Heimpleite gegen RB Leipzig agierte die Hertha zunächst abwartend, übernahm dann aber nach einer ausgeglichenen Anfangsphase die Initiative.

Trotz seiner Mittelfußverletzung stand überraschend Niklas Stark in der Startelf der Berliner, die allerdings wegen der Sperren von John Brooks und Sebastian Langkamp auch große Personalnot in der Abwehr hatten. Doch das wirkte sich nicht aus, da die Hessen in ihrem vorerst letzten Bundesliga-Heimspiel im Abschluss zu harmlos waren.

Die spielerisch überlegene Dardai-Elf indes hatte besonders im Strafraum der Gastgeber eine Lufthoheit. Zunächst köpfte der Ivorer Kalou nach einer Hereingabe des emsigen Vladimir Darida aus kurzer Entfernung ein und erzielte sein siebtes Saisontor.

Beim 2:0 kam der 19-jährige Torunarigha zu seinem ersten Bundesligatreffer. Eine stark angeschnittene Freistoßflanke von Marvin Plattenhardt verwandelte der diesmal als Innenverteidiger eingesetzte Torunarigha per Kopf.

Dardai lobte das Eigengewächs, der die Hertha mit seinem Treffer dem Sieg näher brachte: "Das macht er im Training auch oft, er ist sehr kopfballstark. Gott sei Dank hat er uns heute alle ein bisschen beruhigt mit dem 2:0." Und der Ungar ging noch weiter: "Er ist ein wunderbares Vorbild für die jungen Spieler bei Hertha BSC"

Die Lilien mühten sich unter den ständigen Anfeuerungen ihrer treuen Fans redlich. Doch Patrick Banggaard (21.) verzog knapp. Weil 98-Coach Torsten Frings mit der Stabilität des defensiven Mittelfelds unzufrieden war, nahm er bereits in der 34. Minute Wilson Kamavuaka vom Feld und wechselte Jan Rosenthal ein. Der Routinier brachte zumindest Schwung ins Spiel des Absteigers.

Nach dem Wechsel gingen die Berliner kein unnötiges Risiko mehr ein und legten ihr Hauptaugenmerk auf eine sichere Defensive. Gut durchdachte Aktionen blieben in einer durchwachsenen Begegnung Mangelware. Rosenthal und Marcel Heller scheiterten mit einer Doppelchance am aufmerksamen Gäste-Keeper Rune Jarstein (61.).

Bei Darmstadt stand auch Außenverteidiger Fabian Holland in der Startelf, der sich am Montag erneut einer Herz-Operation unterziehen muss.

Alle Spiele, alle Tore: Die Highlights des 33. Spieltags am Sonntag in Bundesliga Pur ab 9.15 Uhr im TV auf SPORT1

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