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Werder-Trainer Alexander Nouri wartet nach dem 8. Spieltag weiter auf den ersten Saisonsieg
Werder-Trainer Alexander Nouri wartet nach dem 8. Spieltag weiter auf den ersten Saisonsieg © Getty Images
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Bremen - Borussia Mönchengladbach vergrößert zum Abschluss des 8. Spieltags die Sorgen bei Werder Bremen. Der Druck auf Werder-Coach Alexander Nouri wächst.

Begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert bedankte sich Werder-Trainer Alexander Nouri bei seinen geknickten Spielern.

Dann waren die Bremer nach einer weitgehend desolaten Leistung und dem 0:2 (0:2) gegen Borussia Mönchengladbach schnell in der Kabine verschwunden. (Spielplan und Ergebnisse)

Nach dem achten Ligaspiel ohne Sieg nimmt Werder den direkten Abstiegsplatz 17 ein und stellt mit nur drei Treffern zu diesem Zeitpunkt der Saison einen Vereins-Negativrekord auf. Die Luft für Nouri wird immer dünner.

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Werder spielt "wie gelähmt"

"Wir wollten einen Dreier für den Trainer holen - das haben wir nicht geschafft", sagte Kapitän Zlatko Junuzovic bei Sky: "Wir sind alle sehr, sehr zufrieden mit dem Trainerteam. Heute haben wir uns so viel vorgenommen. Aber wir sind immer ein bis zwei Schritte zu spät gewesen."

Sportdirektor Frank Baumann zog ein vernichtendes Fazit. "Die erste Halbzeit war ganz schlecht, damit kann man natürlich nicht zufrieden sein", sagte der 41-Jährige. "Wir waren zwar bemüht, aber wir haben wie gelähmt gespielt."

Baumann stärkt Nouri - aber fordert Punkte

Das Kellerduell am Sonntag (13.30 Uhr im LIVETICKER) beim ebenfalls noch sieglosen Schlusslicht 1. FC Köln könnte für Nouri bereits zum Endspiel werden. Auch wenn Baumann bislang alle Spekulationen über einen Trainerwechsel von sich gewiesen hatte. "Ja", sagte Werders Sportdirektor auf die Frage, ob Nouri auch in der Domstadt auf der Bank sitzen werde.

Dennoch machte Baumann keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit: "Aber es bringt nichts, irgendwelche Parolen rauszuhauen. Wir treten geschlossen auf und arbeiten an den Dingen gemeinsam. Wir müssen uns beeilen, bis zur Winterpause können wir nicht warten. In den nächsten Wochen müssen wir punkten."

Pfiffe der Werder-Fans werden lauter

Der Trainer selbst sagte: "Ich bin nicht so wichtig. Es ist wichtig, dass der Verein erfolgreich ist. Aber die Bindung zur Mannschaft ist da."

Die Leistung seiner Elf war allerdings besorgniserregend. Mehr als eine halbe Stunde ertrugen die 42.100 Zuschauer den uninspirierten Auftritt der Platzherren mit erstaunlicher Geduld, doch nach den beiden Gegentoren von Lars Stindl (27.) und Ex-Bremer Jannik Vestergaard nur sieben Minuten später wurden die Pfiffe schriller und schriller. Nouri verschwand mit gesenktem Kopf in die Kabine.

Bremer Bemühungen verpuffen

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild auch nach zwei Auswechslungen bei den Gastgebern nicht. Die Westdeutschen wirkten weiterhin frischer und spritziger, Werder-Keeper Jiru Pavlenka verhinderte eine noch höhere Pleite (49.).

Selbst als sich Mönchengladbach nach einer knappen Stunde eine kleine Auszeit nahm, wussten die Bremer damit nichts anzufangen. In einer kurzen Phase der Überlegenheit arbeiteten sie nur eine einzige ernsthafte Torgelegenheit heraus, die Junuzovic (62.) vergab. 

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