Stöger widmet Vorgänger Bosz den BVB-Sieg
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Nach seinem erfolgreichen Einstand als Trainer von Borussia Dortmund lobt Peter Stöger seinen Vorgänger Peter Bosz. Julian Weigl findet den Trainerwechsel gut.

Nach acht Spielen in Serie ohne Sieg platzte bei Borussia Dortmund der Knoten. Mit dem neuen Trainer Peter Stöger gelang der erste Erfolg in der Bundesliga seit Ende September. 

Am 2:0-Sieg bei Mainz 05 habe aber noch der ehemalige Coach Peter Bosz seinen Anteil, betonte Stöger nach dem Spiel.

SPORT1 fasst die Stimmen zum 16. Spieltag der Bundesliga bei Sky zusammen.

Peter Stöger (Trainer von Borussia Dortmund):

"Ein Sieg ist schon länger her bei mir. Die Freude ist groß, die Erleichterung auch. Wir haben uns alle sehr gefreut. Wir haben ein bisschen schwer ins Spiel gefunden, da haben in letzter Zeit die Erfolgserlebnisse gefehlt, um von Beginn an Ruhe im Spiel zu haben. Wir haben dann ein bisschen Ordnung reingebracht. In der zweiten Halbzeit war die Kontrolle noch besser.

Wir haben nicht so viel Zeit gehabt, alles zu besprechen. Ich habe die Mannschaft zwei, drei Tage kennengelernt. Mein Kollege Peter Bosz muss trotzdem einen guten Job gemacht haben, weil niemand negativ über ihn spricht. Er hat vieles hinterlassen, was richtig gut ist in dieser Mannschaft. 

Bei meiner Spielidee hat sich nicht so viel verändert. Ich schaue, wo die Qualitäten der Spieler sind und versuche diese bestmöglich einzusetzen. Deswegen ist es bei mir nicht fest ein 4-3-3 oder ein 4-4-2, sondern ich schaue, wo die Jungs am besten aufgehoben sind. Da gibt es viel Qualität und dadurch auch viele Möglichkeiten, die Spielanlage und die Systeme zu ändern. Es sollte eine Grundordnung geben, bei der es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, zu Null zu spielen. Die Qualität nach vorne gibt die relative Sicherheit, Spiele zu gewinnen.

Wir haben in der Halbzeit besprochen, dass wir Julian Weigl noch ein bisschen mehr im Zentrum haben wollen, um die Seiten zu verlagern und dass er sich da noch wohler fühlen wird. In der ersten Halbzeit ist er zu viel dem Ball entgegen gelaufen - auf die Seite, wo der Ball war. Da war es für uns schwieriger.

zu seiner Perspektive beim BVB: Ich war vor vier Tagen überrascht, dass es in diese Richtung gehen kann. Wenn sich die Möglichkeit bei einem Verein wie dem BVB ergibt, dann muss man nicht lange überlegen. Ob es 14 Tage, drei Wochen, 16 Wochen, sechs Monate oder im Idealfall viel länger ist, darauf lasse ich mich gerne ein, das ist eine tolle Aufgabe. Ich bin froh, dass ich hier bin. Was soll ich jetzt über mehr als sechs Monate reden. Ich bin froh, dass ich das erste Spiel in dieser Saison gewonnen habe. Es ist alles gut."

Marcel Schmelzer (Kapitän von Borussia Dortmund):

"Es war wichtig, für diese drei Punkte zu kämpfen. Das war ein harter Kampf von jedem Einzelnen und gepaart mit unserer Qualität hat uns das zum Sieg verholfen. Meine Kritik zuletzt war absolut angebracht. Jeder Spieler hat das gesehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch am letzten Samstag gewonnen hätten, wenn wir so wie gegen Mainz aufgetreten wären. Aber erstmal ein Kompliment an die Mannschaft. Wir haben die Qualität, das wissen wir, aber die Qualität alleine reicht halt nicht.

Wir müssen auch andere Eigenschaften auf den Platz bringen, nur dann gewinnen wir die Spiele. Dass wir zu Null gespielt haben, ist natürlich auch wichtig für unsere Moral. Das müssen wir jetzt mitnehmen, wir müssen daran anknüpfen und es auch in den letzten beiden Spielen umsetzen."

Julian Weigl (Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund):

"Ich war heute vor der Abwehr ein bisschen freier als zuletzt, das ist mir ein bisschen entgegen gekommen. So wie das heute war, hat mir das sehr gut gefallen. Für mich gilt es jetzt nicht zurückzuschauen. Unterm Strich ist aber nur wichtig, dass wir gewonnen haben, und dass wir vor allem auch zu Null gewonnen haben. Wir sind geduldig geblieben, haben versucht wenig Fehler zu machen. Am Ende wussten wir, dass sie etwas müder werden würden und wir so zu Chancen kommen könnten.

Es gehört zu meiner Entwicklung, mehr zu führen. Natürlich bin ich noch kein Kapitän, aber in der Zentrale ist es immer wichtig, Verantwortung zu übernehmen und seinen Mund aufzumachen. Das versuche ich bestmöglich einzubringen." 

Sandro Schwarz (Trainer vom FSV Mainz 05):

"Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr ordentliches Spiel gezeigt. Wir hatten die klareren Aktionen und hatten ein wenig Pech. Am Ende war es sehr schwierig, das Spiel zu drehen. Das war sehr ärgerlich. Wir hätten durchaus einen Punkt verdient gehabt."

Martin Schmidt (Trainer vom VfL Wolfsburg):

"Wir brauchten viel mentale Kraft, um gegen diese starken Leipziger zu bestehen. Leider hatten wir erst am Ende in der Offensive die nötige Qualität. Insgesamt war unser Punktgewinn verdient, daraus wachsen bei uns Selbstbewusstsein und Kraft für die Zukunft."

Ralph Hasenhüttl (Trainer von RB Leipzig):

"75 Minuten lang haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, nur die letzte Präzision hat gefehlt. Leider belohnen wir uns in den letzten Wochen zu wenig für den Aufwand, den wir betreiben. Wir kassieren zu viele Gegentore und spielen zu selten zu Null. Aber die gesamte Hinserie war anstrengend, einige meiner Spieler gehen auf dem Zahnfleisch."

Christian Streich (Trainer vom SC Freiburg):

"Das Team hat fußballerisch viel gut gemacht. Ich denke, der Sieg in Köln hat sich positiv ausgewirkt. Wir sind die verdienten Sieger. Wir müssen den Ball flachhalten."

Dieter Hecking (Trainer von Borussia Mönchengladbach):

"Ich denke, dass Freiburg absolut verdient gewonnen hat. Nicht der Videobeweis war für die Niederlage entscheidend, sondern die Leistungen der Teams. Wir haben zu wenig gemacht, um auswärts etwas zu holen."

Markus Gisdol (Trainer vom Hamburger SV):

"Wir haben eine gute Anfangsphase von uns gesehen. Mit einem einfachen Fehler zum 1:1 lassen wir uns aber aus dem Tritt bringen und haben den Faden dann verloren. Wir hatten da eine Phase, die wir uns nicht erlauben können und die wir auch zuletzt nicht hatten. Diese 20 Minuten kannst du dir nicht erlauben, und ich erwarte, dass Spieler in solchen Phasen die Verantwortung übernehmen. Wenn man dann in der zweiten Halbzeit keine Tore macht, dann hat man keine Punkte. Und wir brauchen Punkte."

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt):

"Wir sind nach dem 0:1 gut zurückgekommen und hätten zur Halbzeit 4:2 oder 5:2 in die Halbzeit gehen können. Die zweite Halbzeit ging klar an den HSV. Unter dem Strich war es ein glücklicher Sieg, aber ich freue mich trotzdem, weil wir absoluten Siegeswillen gezeigt haben."

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