Köln-Coach schwärmt von "Volltreffer" Terodde
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Köln - Der 1. FC Köln landet auf den letzten Drücker einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Ausgerechnet Rückkehrer Simon Terodde wird gegen Gladbach zum Held.

Simon Terodde wurde von seinen jubelnden Teamkollegen beinahe erdrückt.

Nachdem ausgerechnet der 29-Jährige bei seinem Comeback für den 1. FC Köln Sekunden vor dem Abpfiff das 2:1 (1:0) gegen den Rheinrivalen Borussia Mönchengladbach erzielt und den Geißböcken im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnung gegeben hatte, brachen alle Dämme. (Ergebnisse und Spielplan)

Terodde: "Unbeschreiblich"

Auf der Tribüne feierten die Fans den Helden des Spiels mit lautstarken Kölle-Alaaf-Rufen. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

"Das ist unbeschreiblich. Bei der letzten Aktion bin ich instinktiv Richtung Ball gelaufen und habe ihn reingeschlagen. Besser kann man bei seinen neuen Mannschaftskollegen nicht ankommen", sagte Terodde, der mit seinem Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit ganz Müngersdorf zum Beben gebracht hatte, nach dem Abpfiff überglücklich bei Sky.

Ruthenbeck schwärmt von "Volltreffer" Terodde

Sein Coach Stefan Ruthenbeck verteilte ein Sonderlob und bezeichnete den Transfer als "Volltreffer".

"Er ist ein Typ, den wir vorne gebraucht haben. Das ist genau das, was wir wollten. Wenn er dann noch die entscheidenden Tore macht, umso besser", sagte Ruthenbeck.

Durch seinen zweiten Saisonsieg im 88. Rheinderby setzte Köln im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen.  (Die Tabelle)

Stößt Köln den HSV näher an den Abgrund?

Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) beim direkten Konkurrenten Hamburger SV hätte der FC urplötzlich wieder Chancen auf den Klassenerhalt.

Trainer Ruthenbeck war nach dem geglückten Rückrundenstart zufrieden, "dennoch haben wir nach wie vor nur neun Zähler - das ist immer noch viel zu wenig. Diese Mannschaft müsste, wenn man sieht, wie in diesem Spiel agiert hat, eigentlich viel mehr Punkte auf dem Konto haben", sagte Ruthenbeck.

Gladbach dagegen enttäuschte und verpasste es, den Abstand auf die Champions-League-Plätze zu verkürzen. Mit weiterhin 28 Punkten bleibt das Team von Trainer Dieter Hecking Sechster.

Hofmann hadert mit Video-Schiri

Jonas Hofmann haderte nach Abpfiff mit einem nicht gegebenen Elfmeter in der Schlussphase. "Ich frage mich, was der Videoschiedsrichter gesehen hat. Wenn das kein Elfmeter war, weiß ich auch nicht, was dann ein Elfmeter ist. Wenn der Schiedsrichter sich die Szene im Video anschaut und dann keinen Elfmeter gibt, kann ich auch nichts mehr bewegen", sagte Hofmann.

Kölns Jorge Mere hatte Hofmann bei dessen Torschuss zu Fall gebracht. Schiedsrichter Felix Zwayer sah sich die Szene nochmals in der Review-Area an, entschied aber nicht auf Strafstoß.

Gladbach dagegen enttäuschte und verpasste es, den Abstand auf die Champions-League-Plätze zu verkürzen. Mit weiterhin 28 Punkten bleibt das Team von Trainer Dieter Hecking Sechster.

Sörensen trifft mit dem Knie

FC-Verteidiger Frederik Sörensen (34.) hatte etwas glücklich mit dem Knie das umjubelte 1:0 erzielt. Der Däne setzte sich im Strafraum mit vollem Einsatz gegen seinen Landsmann Jannik Vestergaard durch und drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie. Raffael (69.) glich mit seinem siebten Saisontor für die Gladbacher zunächst aus.

Nachdem sich alle auf ein Remis eingestellt hatten, gelang dann dem vom VfB Stuttgart nach Köln zurückgekehrten Terodde mit einem sehenswerten Kopfball die Entscheidung zugusten der Kölner.

Hector feiert Comeback

Gladbach bestimmte die Anfangsminuten, kam aber nur zu zwei Abschlüssen von Lars Stindl (13.) und Christoph Kramer (18.). Die Kölner, bei denen Jonas Hector nach Syndesmosebandriss sein Comeback feierte, sorgte zunächst einzig durch Milos Jojic für Gefahr, seinen Schuss wehrte Gladbach-Keeper Yann Sommer jedoch stark ab (27.).

Im zweiten Durchgang erhöhte die Borussia das Risiko und den Druck. Hecking brachte den Brasilianer Raffael, um die schwächelnde Offensive zu beleben. Der Joker nutzte einen der sich häufenden Fehler in der Kölner Defensive zum Ausgleich (69.). Gladbach hatte in der Schlussphase dann noch Möglichkeiten zum Siegtreffer, ehe Terodde zuschlug.

Platzsturm zur Pause

In der Halbzeitpause war es zu Tumulten zwischen den beiden Fanlagern gekommen. 

Kölner und Gladbacher Anhänger kletterten über den Zaun und versuchten, in den Innenraum zu gelangen. Die Polizei und die Sicherheitskräfte im Stadion hatten die Situation aber schnell im Griff. Dennoch blieb die Stimmung bis zum Schluss aufgeheizt. 

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