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2018 DFL New Year Reception
Meister? Bayern nimmt (noch) keine Glückwünsche an © Getty Images
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München - Trotz des riesigen Vorsprungs und der Kapitulation der Konkurrenz wehren sich Bayern-Sportchef Salihamidzic und Rafinha bei SPORT1 gegen Gratulationen zum Titel.

Nur einen Spieltag ist die Rückrunde alt, doch die Meisterschaft scheint bereits entschieden.

Mit dem 3:1 bei den zuvor zwölfmal in Folge ungeschlagenen Leverkusenern wies Tabellenführer Bayern München den zuletzt formstärksten Herausforderer in die Schranken und baute seinen Vorsprung auf 13 Punkte aus.

Von den ersten vier Verfolgern, gegen die die Münchner alle direkten Duelle in dieser Saison für sich entschieden, gewann am Wochenende nur RB Leipzig.

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Alles deutet also klar auf die 28. Meisterschaft, die sechste in Folge – vielleicht schon im März, was den Bayern bisher nur 2014 gelang.

Doch trotz der Fakten will man beim FCB keine vorzeitigen Glückwünsche entgegen nehmen.

"Da kann noch viel passieren"

"Ach, die Meisterschaft ist lang und wir denken immer von Spiel zu Spiel. Es kommen noch ganz viele Partien, da kann noch viel passieren", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic im Gespräch mit SPORT1.

"Aber in Leverkusen haben wir gezeigt, dass wir genau da weitermachen wollen, wo wir vor Weihnachten aufgehört haben. Deswegen sind wir sehr zufrieden."

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Auch der sonst recht meinungsfreudige Rafinha, der bei allen sechs Meisterschaften in Folge dabei war, passte sich der offiziellen Sprachregelung beim Rekordmeister an.

"Nein, es ist zu früh zu gratulieren. Bis zum Saisonende ist noch alles möglich. Deshalb müssen wir uns weiter jedes Spiel konzentrieren", meinte der Brasilianer zu SPORT1.

Und er ergänzte höchst bescheiden: "Wenn wir so weiterspielen, haben wir gute Chancen, dass wir nochmal Meister werden."

Konkurrenz hisst schon die weiße Flagge

Weit weniger Zweifel haben dagegen nahezu sämtliche Experten und die Verfolger hissen schon vorzeitig die weiße Fahne.  

"Bayern soll jagen, wer will. Wir konzentrieren uns auf das, was wir erreichen wollen", sagte Schalkes  Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies der Bild.

Auch Ralph Hasenhüttl, immerhin Trainer des Tabellenzweiten Leipzig, kapituliert vorzeitig: "Es ist nicht die Aufgabe von RB Leipzig, sich Gedanken zu machen, wie man die Lücke zum FC Bayern schließt. Da gibt es andere Vereine in der Liga."

Angesichts dieser hasenfüßigen Konkurrenz dürften wohl spätestens bis Ostern alle Zweifel an der nächsten Bayern-Meisterschaft beseitigt sein.

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