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BVB-Hoffnungsträger für 2018: Mario Götze, Michy Batshuayi, Andre Schürrle (v.l.) und Marco Reus (r.)
BVB-Hoffnungsträger für 2018: Mario Götze, Michy Batshuayi, Andre Schürrle (v.l.) und Marco Reus (r.) © dpa picture alliance
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Vor dem Europa-League-Duell gegen Atalanta Bergamo kommt das Comeback von Marco Reus für Dortmund genau zur rechten Zeit. Auch Andre Schürrle und Mario Götze bringen den BVB zurück auf Kurs.

Rechtzeitig vor dem Start in die heiße Phase der UEFA Europa League ist Borussia Dortmunds Hoffnungsträger zurück auf dem Platz.

259 Tage nach seinem Kreuzbandanriss im Pokalfinale gegen Frankfurt gab Marco Reus beim 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV sein Comeback - und es war ein durchaus gelungenes.

So sorgte Reus für viel Schwung im Dortmunder Mittelfeld und war sowohl an den meisten Angriffskombinationen als auch am Führungstreffer durch Neuzugang Michy Batshuayi beteiligt. Bereits beim Einlaufen war der Offensivspieler von den Fans frenetisch gefeiert worden und hatte ihnen eine Kusshand zugeworfen.

Nach 71 Minuten war Reus' großer Auftritt beendet, unter dem Beifall der BVB-Fans wurde er für Mario Götze ausgewechselt. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

"Ich habe mich sehr gefreut, nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen. Ich versuche natürlich, der Mannschaft möglichst viel zu helfen", sagte Reus in der ARD

Stöger mit Reus zufrieden

Auch BVB-Trainer Peter Stöger war mit dem Rückkehrer zufrieden: "Es ist ein gutes Gefühl für uns und sicherlich ein super Gefühl für ihn", sagte der Österreicher: "Seine Leistung ist erfreulich, aber nicht überraschend. Er hätte es sicherlich auch über 90 Minuten geschafft."

Die Highlights der Partie am Sonntag ab 9.30 Uhr in "Bundesliga Pur - Der 22. Spieltag" im TV auf SPORT1

Reus war vor knapp zwei Wochen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, stand gegen den HSV dennoch etwas überraschend bereits in der Startelf.

"Es war nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch für ihn extrem wichtig, dass wir ihn in alle Richtungen unterstützen. Wenn er fit ist für den Kader und seine Qualität bringen kann, dann kann er auch von Anfang an spielen", betonte Stöger.

Dass er noch Luft nach oben hat, fand Reus völlig normal. "Es wird noch einige Zeit brauchen, bis ich mit meinen Mannschaftskollegen wieder eingespielt bin ", sagte er ESPN. "Es war klar zu sehen, dass wir jetzt nicht unser allerbestes Spiel gemacht haben. Aber wir haben gewonnen." Mit weiteren Siegen im Rücken werde die spielerische Leistung automatisch wieder besser werden.

Nicht nur Reus sorgte für neue Zuversicht in den Reihen der Dortmunder, sondern auch seine Kollegen Andre Schürrle und Götze. "Wir haben in den vergangenen anderthalb Jahren nicht viel zusammengespielt", räumte Reus ein, der mit Götze seit dessen Rückkehr aus München gerade 97 gemeinsame Minuten auf dem Rasen stand. "Wir haben darüber schon in der Kabine gescherzt. Aber jetzt ist es endlich soweit, dass wir gemeinsam auf dem Platz stehen."

Dass sie "eine starke Waffe" sein können, wie Reus meinte, bewiesen gegen Hamburg seine beiden angesprochenen Mitspieler. Mit einer Traumkombination a la Rio machte das Duo den 500. Bundesliga-Heimsieg des BVB perfekt.

Schürrle und Götze wie in Rio

Nach einem Steilpass von Schürrle traf Götze mit einem Lupfer über HSV-Keeper Christian Mathenia zum 2:0-Endstand. Die Kombination erinnerte an das Siegtor von Götze im Finale der Weltmeisterschaft 2014. Auch damals traf der 25-Jährige auf Vorarbeit von Schürrle. Seither hatte keiner der beiden mehr auf Vorlage des anderen getroffen.

Doch nun zeigt Schürrles Form deutlich ansteigende Tendenz, der zuletzt angeschlagene Götze empfahl sich auch abseits des entschlossenen Sprints von der Mittellinie vor dem gekonnten Heber zum 2:0 für mehr als die Jokerrolle.

Zuvor hatte Neuzugang Michy Batshuayi die Borussia mit seinem Führungstreffer erlöst. Mit seinem dritten Saisontor - zum Einstand hatte er bereits zweimal in Köln getroffen - legte er ein gelungenes Heimdebüt für den BVB hin und feierte seinen Treffer wie zuvor angekündigt mit einem Salto.

"Wenn du das erste Mal im Signal Iduna Park spielst", schrieb der Stürmer im Anschluss auf Twitter und stellte dazu ein Bild eines mit Gänsehaut bedeckten Unterarms.

BVB zurück auf Rang drei

Allerdings passte auch gegen den abstiegsbedrohten HSV noch lange nicht alles bei den Dortmundern zusammen. Vor allem in der ersten Hälfte taten sich die Spieler gegen eine starke Hamburger Abwehr schwer und erarbeiteten sich kaum Torchancen.

"Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt. Man hat gesehen, dass die Mannschaft wollte. Wir haben noch viel Arbeit vor uns", betonte Reus bei Sky.

SPORT1 überträgt das Auswärtsspiel von RB Leipzig am 15. Februar beim SSC Neapel sowie das Rückspiel des BVB bei Atalanta Bergamo am 22. Februar 2018 in der Runde der letzten 32 der Europa League jeweils ab 21.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 (Der Countdown zur besten UEFA Europa League aller Zeiten beginnt bereits ab 19 Uhr)

Für Stöger war der Arbeitssieg zumindest ein Schritt in die richtige Richtung: "Wir haben uns schon wehren müssen. Aber wir haben auch gute Sachen gesehen. Das Ergebnis tut uns gut."

Durch den Sieg schob sich der BVB wieder auf den dritten Tabellenplatz vor und kann nun mit einem guten Gefühl in das Europa-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo gehen.

Dem deutschen Trio Reus, Schürrle und Götze sei Dank.

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