Der HSV greift nach dem letzten Strohhalm
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Die Chaos-Tage beim Hamburger SV gehen weiter. Nach Bruchhagen und Todt muss auch Trainer Bernd Hollerbach gehen. Nachfolger wird der U21-Coach.

Nach sieben Wochen ist Bernd Hollerbach beim Hamburger SV Geschichte. Der Bundesliga-Vorletzte beurlaubte seinen Trainer nach der 0:6-Niederlage beim FC Bayern München.

Für den gebürtigen Würzburger übernimmt U21-Trainer Christian Titz die erste Mannschaft. Dessen Regionalliga-Mannschaft liegt derzeit in der Regionalliga Nord auf Meisterschaftskurs.

Titz wird dieses Amt vorerst bis zum Ende der Saison ausüben. Zudem wird der frühere HSV-Profi und ehemalige Aufsichtsrat Thomas von Heesen künftig als sportlicher Berater des Vorstandes fungieren und sich den Spielern morgen vorstellen.

"Wir haben die sportliche Gesamtlage nach der 0:6-Niederlage in München intensiv analysiert und diskutiert", sagt Vorstand Frank Wettstein, der dabei die Expertisen des Direktors Sport Bernhard Peters und des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Hoffmann einbezog: "Am Ende sind wir zur Überzeugung gelangt, dass wir im Hinblick auf unsere Chancen im Kampf um den Klassenerhalt handeln mussten."

Auch Co-Trainer müssen gehen

Hollerbach wurde nach sieben sieglosen Partien freigestellt, seine Co-Trainer Rodolfo Cardoso, Steffen Rau, Torwart-Trainer Stefan Wächter und Teammanagerin Maria Wallenborn wurden von den bisherigen Aufgaben entbunden. Co-Trainer Matthias Kreutzer wird zu Titz’ Trainerteam gehören, ebenso wie dessen bisheriger U21-Co-Trainer Soner Uysal und der bisherige U21-Torwart-Trainer Nico Stremlau.

Mit Thomas von Heesen erhält das neue Trainerteam interimistisch erfahrene Unterstützung. Von Heesen wird viele der Aufgaben des in der vergangenen Woche beurlaubten Direktors Profifußball übernehmen und die operative Sportkompetenz gewährleisten, bis über die sportliche Leitung neu entschieden ist. "Er hat sich sofort bereiterklärt, dem HSV zu helfen", so Wettstein.

Drohplakat und Pöbelei - die Wut regiert in Hamburg

Nur drei Punkte aus sieben Spielen

Nach der Trennung von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt sollte Hollerbach die Mannschaft eigentlich bis zum Saisonende als Trainer führen. Doch die desolate Leistung gegen die Bayern und seine Worte danach waren wohl zu viel des Guten.

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