"Überragend!": Heynckes schwärmt von Streich
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München - Vor dem Duell zwischen dem SC Freiburg und Bayern gibt es das Gerücht, SC-Trainer Christian Streich sei ein Kandidat in München. Ein Kollege scherzt über die Personalie.

Der SC Freiburg hat auf das Gerücht um Trainer Christian Streich reagiert, der ein Kandidat beim FC Bayern München sein soll. 

"Jede Woche ist ein anderer in München. Ich wäre fast beleidigt gewesen, wenn bei den vielen Namen ich nicht aufgetaucht wäre. Das entbehrt jeglicher Realität. Es gab keine Anrufe, keinen Kontakt. Ich muss es fast ein bisschen enttäuscht sagen", erklärte der Freiburger Trainer am Sky-Mikrofon vor der Partie gegen den Rekordmeister.

Freiburgs Vorstand Sport Jochen Saier teilte am Samstag auf SPORT1-Nachfrage mit: "Jemand setzt etwas in die Welt, andere schreiben es ab. Das können wir nicht verhindern. Aber wir werden sicherlich nicht über jedes Stöckchen springen, das uns hingehalten wird und freuen uns morgen auf ein interessantes Spiel gegen Bayern München."

Zuvor hatte die Bild berichtet, dass der Rekordmeister "lockeren Kontakt" zum 52-Jährigen gehabt hätte.

Hasenhüttl erklärt Streich zum Topkandidaten

Die Meldung wurde zwei Tage bevor Bayern in Freiburg antreten muss (ab 18 Uhr im LIVETICKER) veröffentlicht. Die Münchner suchen weiter nach einem Nachfolger für Jupp Heynckes, der immer wieder betont hat, dass er im Sommer aufhören will.

Streich als Trainer nach München? Mit einem Augenzwinkern kann sich das Kollege Ralph Hasenhüttl durchaus vorstellen. "Der Streich ist ein überragender Trainer, der kann alles", sagte der Coach von RB Leipzig vor dem Topspiel gegen Borussia Dortmund am Abend. 

Mit einem Lächeln erklärte Hasenhüttl Streich sogar zum "Topkandidat" auf den Trainer-Job bei Bayern. Wohl auch, um etwas von sich abzulenken. Auch der Name Hasenhüttl wird in München noch immer alsmMöglicher Nachfolger von Heynckes gehandelt. 

Heynckes begeistert von Streich

Und wie sieht es der Mann, um dessen Nachfolge es geht?

Jupp Heynckes lobte seinen Freiburger Kollegen auf der Pressekonferenz vor dem Duell am Freitag: "Ich habe allergrößten Respekt vor Trainer Christian Streich, weil er schon 23 Jahre in Freiburg arbeitet. Er verliert jedes Jahr die besten Spieler und stellt jedes Jahr eine neue Mannschaft zusammen, die mithalten kann. Das ist überragend", sagte Heynckes: "Mir gefällt das, wie er mit seinen Jungs arbeitet. Da ist viel Empathie dabei. Er ist ein außergewöhnlicher Trainer."

Es ist aber fraglich, ob Streich mit dem Trubel in der Medienstadt München zurechtkommen würde.

Er ist tief in der Freiburger Idylle verwurzelt: Seine Karriere als Spieler begann und endete beim Freiburger FC. 1995 startete Streich bei den A-Junioren des SC Freiburg seine Laufbahn als Trainer.

2007 wurde er zunächst Assistent von Chefcoach Robin Dutt, 2011 übernahm er das Amt des Cheftrainers bei den Profis. Streich blieb Freiburg immer treu, unter anderem holte sich im Jahr 2013 Schalke 04 einen Korb.

Als Kandidaten auf die Heynckes-Nachfolge wurden zuletzt immer wieder Thomas Tuchel (zuletzt Dortmund), Niko Kovac (Eintracht Frankfurt), Julian Nagelsmann (Hoffenheim) und Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) genannt.

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