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Daniel Didavi spielt seit zwei Jahren für den VfL Wolfsburg
Daniel Didavi spielt seit zwei Jahren für den VfL Wolfsburg © Getty Images
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Daniel Didavi kann mit dem Druck im Abstiegskampf nur schwer umgehen und erklärt seine mentalen Probleme. Die Situation habe auch Auswirkungen auf seine Freizeit.

Daniel Didavi geht der Abstiegskampf mit dem VfL Wolfsburg spürbar nahe.

"Es ist schwierig abzuschalten. Ich mache mir Gedanken, was wir falsch machen, was ich verbessern muss. Und dabei kommen auch die Angst-Szenarien in den Kopf. Wir sind ja keine Roboter", erklärte der 28-Jährige in der Sport Bild. "Die Belastung spürst du jeden Tag. Du bekommst Druck von allen Seiten, aus den Medien, von Fans, innerhalb des Vereins. Man ist nicht mehr man selbst." (Bundesliga: Ergebnisse und Spielplan)

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Wolfsburg ist derzeit Tabellen-15. und hat aus den vergangenen sieben Spielen nur zwei Punkte geholt. Vom Relegationsplatz trennt den Deutschen Meister von 2009 nur noch das bessere Torverhältnis, der direkte Abstiegsplatz ist fünf Punkte entfernt.

Auswirkungen auf Privatleben

Didavi setzt die Talfahrt seines Klubs mental zu. "Bevor man den Ball bekommt, hat man schon Angst, Fehler zu machen. So setzt sich das im Kopf fest. (...) Im Moment fällt es schwer, Spaß am Fußball zu haben. Das ist jetzt harte Arbeit, und man nimmt es auch mit ins Privatleben."

Druck zermürbt auch Didavi

So habe der Abstiegskampf auch Auswirkungen auf seine Freizeitgestaltung. "Abschalten kann ich selten. Ich kann keinem Fan erklären, dass ich in meiner Freizeit rausgehe und Spaß habe. Da hat man sich einzuschränken." (Bundesliga: Tabelle)

Situation erinnert an Stuttgart

Der Spielmacher hatte vor zwei Jahren Ähnliches mit dem VfB Stuttgart erlebt und konnte damals den Abstieg nicht verhindern.

"Das ist durchaus mit der aktuellen Situation in Wolfsburg vergleichbar. Egal, was man macht, es funktioniert nicht oder wird sogar noch schlimmer. Die Stimmungslage wird immer negativer."

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Didavi wechselte nach dem Abstieg nach Wolfsburg, musste auch in der vergangenen Saison lange zittern - rettete sich aber letztlich in der Relegation. Auch in diesem Jahr geht es für die ambitionierten Niedersachsen nur gegen den Abstieg.

Vor kurzer Zeit hatte ein Interview mit Per Mertesacker, der ebenfalls sehr unter dem Druck als Fußballer zu leiden hatte, für viel Aufsehen gesorgt.

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