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BVB-Star Mario Götze trauert der WM 2018 nicht lange nach
Mario Götze wechselte 2016 vom FC Bayern München zurück zu Borussia Dortmund © Getty Images
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Mario Götze weiß, warum er kritischer beurteilt wird als andere Spieler und äußert sich auch zur Verbal-Watschn von Stöger. Für die WM macht er Werbung in eigener Sache.

Offensiv-Star Mario Götze von Borussia Dortmund hat sich vor dem Revier-Derby gegen den FC Schalke 04 (So., 15.30 Uhr im LIVETICKER) zur deutlichen Kritik an seiner Person - auch von Trainer Peter Stöger - geäußert. (DATENCENTER: Spielplan Bundesliga)

"Es war im ersten Moment natürlich blöd für mich, vom Trainer nach dem Spiel gefühlt so dargestellt zu werden, als wäre ich der einzige Spieler gewesen, der seine Leistung nicht abgerufen hat", erklärt Götze in der Bild. Es habe danach aber ein klärendes Gespräch gegeben, "und da habe ich ihm auch von meiner Seite aus erklärt, wie ich das Ganze gesehen habe". 

Der BVB-Coach hatte Götze nach dem Aus im Achtelfinale der UEFA Europa League gegen den FC Salzburg abgekanzelt.

Götze fühlt sich ungerecht behandelt

"Mit Mario war ich überhaupt nicht zufrieden. Wir haben uns eine spielerische Linie erwartet, Positionen anzuspielen, Bälle in die Tiefe zu spielen, Laufwege zu machen hinter die Kette. Das ist ja tatsächlich überhaupt nicht passiert. Wenn das überhaupt nicht passiert und gar nicht umgesetzt wird, muss man halt anderen Jungs eine Chance geben", erklärte Stöger damals.

So knallhart kanzelt Stöger Götze ab

Grundsätzlich fühlt sich der WM-Held von 2014 kritischer beurteilt als andere Spieler. "Ja, aber daran habe ich mich auch irgendwie schon gewöhnt. Trotzdem ist es nicht schön zu lesen", sagt der 25-Jährige: "Das hat aber auch mit der Erwartungshaltung mir gegenüber zu tun. Glauben Sie mir bitte, dass ich mir immer selbst die höchsten Ziele stecke. Ich bin auch sehr kritikfähig."

Götze glaubt noch an WM

Trotz seiner durchwachsenen Leistungen seit der Winterpause und der Nicht-Nominierung für die Testspiele gegen Spanien und Brasilien glaubt Götze noch daran, dass ihn Bundestrainer Joachim Löw für die WM 2018 in Russland (14. Juni bis 15. Juli) nominiert.

"Ich weiß, dass die kommenden fünf Spiele sehr wichtig für mich sind, aber sie sind nicht alleine ausschlaggebend dafür, ob ich mit nach Russland fahre oder nicht", betont der 63-malige Nationalspieler: "Der Bundestrainer kennt mich seit vielen Jahren und weiß, welche Qualitäten ich habe. Diese habe ich ja nicht verloren, im Gegenteil. Ich bin durch die Erfahrung, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, als Persönlichkeit gereift."

Und der WM-Held von 2014 ist sicher, "dass ich mit meinen Qualitäten der Mannschaft helfen kann, den Titel erneut zu gewinnen".

Löw hatte erklärt, Götze müsse seine Leistung in den kommenden Wochen verbessern. "Er hat ein unglaubliches Potenzial und ist ein Spieler, dem ich eigentlich auch vertraue. Aber im Moment ist er noch nicht in der Form, in der wir ihn uns wünschen", hatte Löw erklärt. Am 15. Mai erfolgt die Nominierung des vorläufigen deutschen WM-Kaders.

Vorfreude auf Sammer und Kehl

Den Umstrukturierungen beim BVB, der mit Matthias Sammer als Berater und Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung neue Kräfte hinzugewinnt, blickt Götze positiv entgegen. (DATENCENTER: Die Tabelle der Bundesliga)

"Ich kenne ja beide ganz gut. Mit 'Kehli' habe ich noch zusammen gespielt, Matthias Sammer kenne ich noch vom DFB und den Bayern", erklärt Götze: "Beide werden dem Verein einen positiven Input geben. Ich freue mich, dass sie beide wieder hier sein werden."

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