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Niko Kovac
Bald ein Team: Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic und sein neuer Trainer Niko Kovac © Getty Images
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Frankfurts Trainer Niko Kovac trifft auf seinen zukünftigen Verein. Er nennt den Zeitpunkt, wann er bei Bayern mitreden will.

Vor seinem letzten Auswärtsspiel in München legte sich Niko Kovac Scheuklappen an.

Wenn überhaupt, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, werde er sich dort "kurz" mit seinen Eltern treffen, "aber ansonsten mit niemanden".

Seinen Wechsel zum FC Bayern will er vor dem Auswärtsspiel beim Rekordmeister (ab 15.30 im LIVETICKER) komplett ausblenden.

Kovac: "Bis zur letzten Minute Eintracht"

"Was mich bei Bayern München interessiert, ist die Tatsache, wie wir sie schlagen oder einen Punkt holen können", sagte der 46-Jährige, der ab dem 1. Juli Jupp Heynckes beerben wird.

"Wir fokussieren uns auf das, was wir noch erreichen können. Das, was wichtig ist, ist die Eintracht."

Für die Hessen geht es in den verbleibenden drei Ligaspielen darum, ob aus einer sehr guten Saison sogar eine herausragende wird.

Dazu müsste Frankfurt am Ende mindestens auf Platz sieben landen, der den Einzug in die Qualifikationsrunden zur Europa League garantiert. Im DFB-Pokalfinale am 19. Mai geht es dann wieder gegen die Bayern.

"Wir haben noch Ziele, Wünsche und Träume", sagte Kovac, der "bis zur letzten Minute" alles für die Eintracht geben will: "Das hat man in den letzten zwei Jahren sicherlich auch gespürt."

Frankfurts Fans pfeifen auf Kovac

Übel genommen wurde dem Kroaten die Unterschrift in München trotzdem. Beim vergangenen Heimspiel gegen Hertha BSC (0:3) wurde der Trainer von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Die Kommentare unter der Internet-Übertragung der Pressekonferenz am Donnerstag sollte sich der ehemalige Bayern-Profi lieber nicht durchlesen.

Zudem werden die Liebesbekundungen aus München nicht gerade zur Ruhe in Frankfurt beitragen. "Niko ist ausgeschlafen, rhetorisch geschliffen, extrem ehrgeizig, dabei immer auch empathisch und für neue Ideen offen", schrieb Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Vorwort des Bayern-Magazin.

"Dass Niko die DNA von Bayern München sehr gut kennt, ist wichtig. Er weiß, wie unser Verein funktioniert."

Viel Kontakt habe er zu seinem neuen Arbeitgeber aber nicht, beteuerte Kovac: "Das ist ganz klar geklärt. Nach dem 19. Mai kann ich mitreden (in der Kaderplanung, d. Red.). Vorher interessiert das auch nicht. Die Bayern haben ihre Ziele, wir haben unsere."

Für den Rekordmeister ist die Partie gegen Frankfurt gänzlich unbedeutend. Schon am Dienstag (20.45 Uhr) steht das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid an. Die Bayern müssen die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel aufholen, das sich Kovac "ganz nüchtern" angeschaut hat.

Die zu erwartende Rotation sei aber kein Vorteil für die Eintracht, sagte der Kroate: "Die Spieler, die gegen uns auf dem Platz stehen, wollen das Maximum herausholen und sich für das Duell in Madrid empfehlen. Das macht es für uns noch komplizierter."

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