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München - Mit Selbstironie stellt sich Javi Martinez der Aufgabe, Arturo Vidal als Anführer zu ersetzen. Mit Sandro Wagner verbindet ihn eine besondere Freundschaft.

Javi Martinez geht in seine siebte Saison beim FC Bayern - und ist nach dem Abgang von Arturo Vidal wichtiger denn je.

Um den "Krieger" auf dem Platz als markanten Anführer zu ersetzen, will sich der Spanier aber kein furchteinflößendes Image zulegen. "Ich bin hässlich genug, da brauche ich meinen Gesichtsausdruck nicht wechseln", scherzt Martinez bei einem Sponsorentermin.

Außerdem spricht der 29-Jährige über eine schmerzhafte Begegnung mit seinem Kumpel Sandro Wagner, den neuen Trainer Niko Kovac und Heimatgefühle in München.

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Javi Martinez über ...

… seine siebte Saison in München:

"Nach sechs Jahren fühle ich mich hier in München 'dahoam'. Für meine Familie, meine Kinder und mich ist es unser Zuhause. Hoffentlich können wir hier länger bleiben."

… den Vergleich zwischen seiner Heimat Navarra und München:

"Die Traditionen sind natürlich andere, aber die Leute ticken ähnlich. Auch das Wetter hier ist wie in Navarra. Daher war es für mich leicht, mich anzupassen."

… seinen Gesichtsausdruck, mit dem er nach Vidals Abgang die Gegner erschrecken will:

"Ich bin hässlich genug, da brauche ich meinen Gesichtsausdruck nicht wechseln. Mit diesem Gesicht nehme ich es mit jedem Gegner auf."

… über das neue Training unter Kovac:

"Ich habe auch schon mal länger trainiert. Unter Marcelo Bielsa bei Athletic Bilbao haben wir dreieinhalb Stunden trainiert. Das war zu lang. Unter Kovac sind es sehr dynamische Übungen. Die Zeit vergeht sehr schnell, die zwei Stunden fühlen sich wie 15 Minuten an."

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… die Konkurrenz in der Bundesliga:

"Die deutsche Liga ist sehr schwer. Wir hatten im letzten Jahr einen großen Vorsprung, aber jeder Punkt ist schwer zu erreichen. Schalke und Dortmund haben super Neuzugänge. Wir haben auch gesehen, wie gefährlich Leipzig ist. Ich erwarte große Konkurrenz in der Liga, es wird schwer. Wir müssen bereit sein."

… Sandro Wagner:

"Er hat einen südländischen Charakter. Er ist sehr lustig, wir haben viel Spaß. Sandro ist 'neu', auch wenn er hier lange in der Jugend gespielt hat. Er ist für uns wie ein Vorbild, arbeitet wie ein Tier und hat immer eine positive Einstellung. In der Kabine ist er sehr wichtig."

… Wagner und Robert Lewandowski:

"Ich habe gegen beide gespielt, es ist schon sehr schwer. Gegen Sandro und Darmstadt habe ich nach 18-monatiger Verletzungspause gespielt und er hat mir mit der ersten Aktion den Ellbogen auf die Nase gehauen und gesagt: 'Willkommen in der Bundesliga'. Aber wir sind gute Freunde."

… die Zukunft von Jerome Boateng:

"Ich weiß es nicht, da muss man Jerome fragen. Es ist seine Entscheidung, das muss man respektieren. Er ist mein Freund."

… eine mögliche Rückkehr in die Innenverteidigung:

"Ich sage immer, dass ich das mache, was der Trainer will."

… seine Fitness und Form:

"Ich habe eine gute Vorbereitung gebraucht. Letztes Jahr war sie nicht so gut, weil ich nicht vollkommen fit war und Probleme hatte. Dieses Jahr fühle ich mich aber sehr gut und hatte keine Probleme. Das ist wichtig für die Vorbereitung. Die Saison ist aber sehr lang und ich muss mit meinem Knie aufpassen."

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