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Borussia Mönchengladbach feiert gegen Düsseldorf den achten Heimsieg in dieser Saison
Borussia Mönchengladbach feiert gegen Düsseldorf den achten Heimsieg in dieser Saison © Getty Images
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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach erholt sich von der Klatsche im DFB-Pokal und schlägt Fortuna Düsseldorf mit 3:0. Die Fohlen rücken damit auf Platz zwei vor.

Die Fans von Borussia Mönchengladbach feierten mit ihrem Team ausgelassen das Ende der Mini-Krise. "Die Nummer eins am Rhein sind wir", sangen die Anhänger nach dem Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Auf dem Rasen tanzten die Borussia-Profis, mittendrin der zweifache Torschütze Thorgan Hazard. Mit einem Doppelpack (48., Handelfmeter/82.) führte der Belgier die Gladbacher im 47. Niederrhein-Derby gegen Fortuna Düsseldorf zu einem 3:0 (0:0)-Erfolg. Den dritten Treffer für die erst nach der Pause überzeugende Borussia erzielte Jonas Hofmann (67.).

Sommer: "Mussten Reaktion zeigen"

Für das Team von Trainer Dieter Hecking war es nach dem kleinen Durchhänger der achte Heimsieg in Folge.

"Platz zwei ist schön anzuschauen, mehr aber auch nicht. Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Wir waren verärgert und enttäuscht und mussten eine Reaktion zeigen als Mannschaft", sagte Borussen-Torwart Yann Sommer, mit Blick auf die beiden Pleiten in Freiburg (1:3) und im Pokal gegen Leverkusen (0:5).

Dank des Dreiers verdrängte Gladbach den FC Bayern von Platz zwei und liegt nun vier Punkte hinter Spitzenreiter Borussia Dortmund. (Alle Ergebnisse im Überblick)

"Wir haben verdient gewonnen. Wir haben schon in der ersten Halbzeit versucht, das Brett zu bohren und die Lücke zu finden", sagte Gladbach-Trainer Dieter Hecking. Der Elfmeter habe den Fohlen dann in die Karten gespielt. "Ich habe schon in der Pause gesagt: Haltet das Tempo hoch, irgendwann kommt die Lücke. Das hat die Mannschaft hervorragend gemacht."

Düsseldorf rutscht dagegen nach seiner sechsten Liga-Niederlage in Folge noch tiefer in die Krise, Trainer Friedhelm Funkel bleibt beim Bundesliga-Aufsteiger aber wohl vorerst im Amt. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Fortuna hadert mit Handelfmeter

Bei Düsseldorf, das weiter auf einem Abstiegsplatz liegt, war man dagegen nach dem schlechtesten Saisonstart seiner Vereinsgeschichte sauer auf Schiedsrichter Felix Brych. "Für mich war es einfach kein Elfmeter. Ich weiß nicht, wo die Spieler die Hände hinstecken sollen. Davon sind wir das dritte Mal in dieser Saison betroffen. Es ist wohl so, dass bei uns immer gepfiffen wird und beim Gegner nicht. Dafür habe ich kein Verständnis", sagte Funkel bei Sky. Der Elfmeterpfiff sei aber keine Entschuldigung für die Niederlage.

Gladbach übte mit den Rückkehrern Raffael und Alassane Plea bereits in der Anfangsphase Dauerdruck aus, vier Tage nach der 0:5-Pokalpleite gegen Leverkusen war die Hecking-Elf sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Einen ersten Warnschuss von Hazard wehrte Schlussmann Michael Rensing zur Ecke ab (10.).

Gladbach ohne Durchschlagskraft

Fortuna setzte nach zuletzt 1:10 Toren aus zwei Auswärtsspielen auf eine stabile Defensive und lauerte auf Konter. Als Folge bekamen die 54.022 Zuschauer ein eher unansehnliches Spiel zu sehen: Gladbach hatte bis zum Strafraum alles im Griff, fand aber kein Durchkommen. Am Spielfeldrand wirkte Funkel, der trotz der Pleitenserie eine Jobgarantie erhalten hatte, durchaus zufrieden.

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Während sich die Fortuna langsam ins Spiel kämpfte, trat Gladbach immer hilfloser auf. Raffael war die fehlende Spielpraxis anzumerken, Hazard und Plea bekamen kaum einen Stich. Weil Düsseldorf seine Konter unkonzentriert ausspielte, blieb dies aber folgenlos.

Kurz nach der Pause war es dann ein Elfmeterpfiff, der die Borussia auf Kurs brachte. Plea zog aus 16 Metern ab und traf Kaan Ayhan am angelehnten Arm. Brych zeigte auf den Punkt, der Video-Assistent verzichtete auf einen Einspruch - und Hazard versenkte mit etwas Glück zu seinem sechsten Saisontor, Rensing war noch am Ball.

Anschließend nahm das Spiel Fahrt auf. Ein Fehlpass des glücklosen Ayhan leitete die Vorentscheidung ein. Der Ex-Fortune Florian Neuhaus schob zu Hofmann, der die Nerven behielt und sein fünftes Saisontor erzielte. Hazard beseitigte anschließend die letzten Zweifel.

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