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Nach dem Schuss von Alassane Plea springt Kaan Ayhan der Ball an die Hand
Nach dem Schuss von Alassane Plea springt Kaan Ayhan der Ball an die Hand © Imago
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München - Der Handelfmeter für Gladbach beim Spiel gegen Düsseldorf sorgt für Diskussionen. Funkel kritisiert die Entscheidung, Verteidiger Ayhan zieht einen kuriosen Vergleich.

Fortuna Düsseldorfs Abwehrspieler Kaan Ayhan hat nach der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach harsche Kritik an der Handspiel-Regel geübt.

"Ich habe mich schon selbst gefragt, wie ich da anders reingehen soll", sagte Ayhan nach dem 0:3 bei Sky. Er hatte in der 47. Minute einen Schuss des Gladbachers Alassane Plea geblockt, dabei sprang ihm der Ball an den angelegten Arm. Den fälligen Elfmeter verwandelte Thorgan Hazard und brachte die Fohlen damit auf die Siegerstraße.

Auf die Anmerkung des Reporters, die Spieler würden immer öfter mit den Händen hinterm Rücken zum Ball gehen, entgegnete Ayhan: "Dann sehen wir ja aus wie beim Sackhüpfen". Er kritisierte in diesem Zusammenhang auch das Nichteingreifen der Videozentrale aus Köln. "Ich hätte vom Videoschiedsrichter eine Korrektur erwartet."

Auch Funkel übt Kritik an Elfmeter-Entscheidung

Auch Düsseldorf-Trainer Friedhelm Funkel kritisierte die Elfmeterentscheidung hart. "Für mich war es einfach kein Elfmeter, weil ich nicht weiß, wo die Spieler die Hände hintun sollen", sagte Funkel bei Sky. Er habe kein Verständnis für so eine Entscheidung. "Für mich ist das eine unsägliche Regel."

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Dennoch wollte Funkel die Niederlage nicht nur am Schiedsrichter festmachen. "Es war nicht nur der Schiedsrichter. Wir haben auch einen katastrophalen individuellen Fehler gemacht, der dann zum 0:2 führte", erklärte der 64-Jährige. 

Gladbach-Manager Max Eberl zeigt Verständnis für die Kritik an dem Elfmeter.  "Das ist eine unglückliche Regel, aber die Regel heißt, wenn der Arm vom Körper weggeht, ist es nunmal eine Vergrößerung", erklärte Eberl bei Sky. Man versuche, da gerade eine Lösung zu finden. Die Handregel sei schon immer problematisch gewesen.

Eine Fehlentscheidung will Eberl allerdings nicht gesehen haben. "Wenn es eine klare Fehlentscheidung gewesen wäre, wäre in Köln eingeschritten worden. Natürlich hat es uns geholfen zu dem Zeitpunkt. Die Entscheidung war kompliziert, aber nicht völlig unberechtigt."

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