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Werder Bremen verliert nach der zweiten Niederlage in Folge die Spitzengruppe aus den Augen
Werder Bremen verliert nach der zweiten Niederlage in Folge die Spitzengruppe aus den Augen © Getty Images
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Mainz - Werder Bremen kassiert nach der Klatsche gegen Leverkusen in Mainz den nächsten Rückschlag. Trainer Florian Kohfeldt und Claudio Pizarro werden deutlich.

Die Freude über seinen zweiten Saisontreffer war bei Claudio Pizarro schnell verflogen. Zu sehr überwog der Frust über die 1:2 (0:1)-Niederlage seines SV Werder Bremen beim FSV Mainz 05.

"Seit ich hier bin, war die erste Halbzeit das Schlechteste, was wir bisher gespielt haben", redete der Peruaner bei Sky Klartext. "Wir haben keinen Fußball gespielt, keine Zweikämpfe geführt. Das war ganz schlecht und sie haben die Chance genutzt."

Sie, das waren die Mainzer Jean-Philippe Mateta (25.) und Jean-Philippe Gbamin (51.). Der Anschlusstreffer von Pizarro, der als erster 40-Jähriger jetzt zwei Bundesliga-Tore erzielt hat, kam zu spät (78.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Nach dem 2:6 zuletzt gegen Bayer Leverkusen war es für die Hanseaten zum Abschluss des 10. Spieltages ein weiterer Rückschlag. Durch die Niederlage bei den zuletzt kriselnden Mainzern hat Werder die Rückkehr in die Spitzengruppe verpasst. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Kohfeldt vermisst "maximale Mentalität"

Und laut Trainer Florian Kohfeldt hat sein Team mit solch einer Leistung dort auch nichts zu suchen. "Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen - in allen Belangen. Das haben wir in der zweiten Hälfte besser gemacht. Wenn wir oben bleiben wollen, müssen wir solche Spiele mit maximaler Mentalität angehen. Das war heute nicht der Fall", sagte Kohfeldt.

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Das Heimspiel kommende Woche gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach wird daher umso mehr zum Schlüsselspiel. Das weiß auch Pizarro: "Wir hatten am Anfang der Saison eine gute Phase, haben Spiele gewonnen und gut gespielt. Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht abrutschen." Maximilian Eggestein ergänzte: "Jetzt sind wir wieder in der Realität angekommen. Wir müssen nun wieder schnell dahin kommen, wo wir an den ersten acht Spieltagen standen."

Mainz erleichtert nach Sieg

Mittlerweile belegen die Bremer mit 17 Punkten nur noch Platz sechs. Die Mainzer kletterten dank des ersten Dreiers seit dem 15. September auf Platz zwölf. (Alle Ergebnisse im Überblick)

"Wir haben eine sehr gute Halbzeit gespielt und gute Chancen kreiert", erklärte Mainz-Trainer Sandro Schwarz. Sie seien gut aus der zweiten Halbzeit gekommen. "Wir mussten am Ende nochmal zittern, haben aber hochverdient gewonnen."

Die 25.105 Zuschauer in der Mainzer Arena hatten in der Anfangsphase eine völlig zerfahrene Partie gesehen. Die ständigen Ballverluste auf beiden Seiten ließen kaum einen Spielfluss aufkommen. Nach einer Viertelstunde erhöhten die Gastgeber, bei denen viele Stammkräfte fehlten, die Schlagzahl. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Rekord-Transfer Mateta bringt Mainz in Führung

Die Bremer hatten auch nach 20 Minuten noch keine gefährliche Szene vorzuweisen - trotz des enormen Potenzials in der Offensive. Die Vorstellung der Gäste war bis zu diesem Zeitpunkt enttäuschend. So war es nicht verwunderlich, dass die Mainzer die Schwäche der Norddeutschen zur Führung nutzten. Der Franzose Mateta, der im Sommer für die FSV-Rekordablöse von acht Millionen Euro an den Rhein kam, erzielte sein zweites Saisontor - unter gütiger Hilfe von Niklas Moisander. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Sieben Minuten später hätten die Mainzer ihre Führung eigentlich ausbauen müssen. Nach einem Fehler von Werder-Torwart Jiri Pavlenka konnten weder Kapitän Stefan Bell noch Danny Latza vollstrecken. Der miserable Auftritt seiner Schützlinge ließ Werder-Coach Kohfeldt an der Seitenlinie wüten, aufwecken konnte er seine Elf dennoch nicht.

Das gelang dem Trainer erst in der Kabine. Zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Gäste wesentlich aktiver. Die Versäumnisse der ersten Hälfte holten die Bremer dennoch ein, Gbamin traf aus der Distanz - zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit. Kohfeldt reagiert umgehend und brachte bei einem Doppelwechsel unter anderem Pizarro, der dann auch noch einmal für Spannung sorgte. Max Kruse scheiterte anschließend noch an Robin Zentner, der gefeierten Nummer drei der Gastgeber.

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