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München - Uli Hoeneß bestätigt, dass die Bayern-Bosse bei der Suche nach einem Nachfolger auch Oliver Kahn im Kopf haben - die Idee ist aber an Bedingungen geknüpft.

Es könnte ein Satz sein, der für die Zukunft des FC Bayern steht.

"Ich kann Ihnen versichern, dass der Name Oliver Kahn bei uns eine Rolle spielt."

Die Worte von Uli Hoeneß, die am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung mit reichlich Applaus bedacht wurden, stehen für den sich anbahnenden Führungswechsel beim Rekordmeister.

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Hoeneß: Kahn wird kein Sportvorstand

Denn der Name Kahn wurde zuletzt immer wieder genannt, wenn es um die Nachfolge von Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ging. 

Aber, das betonte Hoeneß in seiner Rede auch: "Das ist aber kein Thema für heute und für morgen, sondern für die nächsten sechs bis zwölf Monate."

Bedeutet: Hoeneß und Rummenigge wollen als Erfolgstandem an der Spitze des Vereins weitermachen. 

Hoeneß: Rummenigge "ein Kaliber"

Eine Entscheidung über die Zukunft Rummenigges solle noch vor Weihnachten fallen, betonte Hoeneß. "Ich gehe davon aus, dass er nochmal für zwei Jahre verlängert und darüber würde ich mich sehr freuen", sagte der Präsident in seinem Bericht im Audi Dome.

Überdies verdeutlichte Hoeneß, dass "alle im Verein" jetzt die Weichen stellen müssten für die nächsten Jahre. Eine Nachfolgeregelung für Rummenigge würde nach seiner Einschätzung "erst in drei Jahren zum Tragen kommen", betonte der 66-Jährige.

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In einer Runde mit Journalisten im Anschluss an die Versammlung bestätigte Hoeneß, dass Kahn nicht für die Rolle des Sportvorstands vorgesehen ist. Wenn, dann solle der frühere Torwart gleich Vorstandsvorsitzender werden.

Allerdings erst 2022. Denn sollte Rummenigge noch zwei Jahre dranhängen, läuft sein Vertrag bis Dezember 2021. "Oliver Kahn kommt dann in Frage, wenn Karl-Heinz aufhören sollte. Bis dahin werden wir uns gedulden", sagte Hoeneß.

Ihm, ergänzte Hoeneß, wäre es am liebsten, "wenn wir das im stillen Kämmerlein mit dem Aufsichtsrat diskutieren würden. Im Februar bei der nächsten Aufsichtsratssitzung werden wir das intensivieren", sagte er. 

Rummenigge (63) irgendwann zu ersetzen, sei "nicht einfach", der Vorstandsboss "ein Kaliber". Der FC Bayern beschäftige sich intensiv damit und strebe letztlich "eine Lösung an, mit der der Verein und der Betroffene auch sehr gut leben kann."

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