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Lars Bender und Co. hatten in Nürnberg einen schweren Stand
Lars Bender und Co. hatten in Nürnberg einen schweren Stand © Getty Images
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Nürnberg - Bayer Leverkusen verpasst im strömenden Regen von Nürnberg den Sieg und bleibt im Mittelfeld der Tabelle hängen. Die Bedingungen sind grenzwertig.

Am 47. Geburtstag von Trainer Heiko Herrlich hat Bayer Leverkusen seinen fünften Saisonsieg geradezu verschenkt. Die Werkself war bei Aufsteiger 1. FC Nürnberg in einem teils kuriosen "Wasserball"-Spiel lange klar überlegen, kam aber nach dem Ausgleich von Georg Margreitter (56.) nur zu einem 1:1 (1:0) im Dauerregen über Franken.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste, die durch Kai Havertz (30.) in Führung gegangen waren, das erste Montagsspiel der Saison klar dominiert. (Alle Ergebnisse im Überblick)

"Das hatte mit Fußball nicht viel zu tun. Ich hätte das Spiel nicht angepfiffen", sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler: "Die Zeiten, auf Schnee oder bei solchen Bedingungen zu spielen, sollten eigentlich vorbei sein."

"Es war schwierig bei diesen Bedingungen", sagte Bayer-Kapitän Lars Bender am Eurosport-Mikrofon: "Die Bälle für einen guten Spielaufbau bleiben früh hängen. Aber beide Mannschaften haben dieselben Bedingungen gehabt. Man darf es nicht nur auf den Platz schieben. Bei so einem Wetter muss man den Torwart auch mal mit reinknallen."

Wolkenbruchartiger Regen in Nürnberg

Leverkusen verpasste durch das Unentschieden in der letzten Begegnung des 13. Spieltags den Anschluss ans Mittelfeld. Der Club ist nun seit sieben Spielen ohne Sieg, verließ aber immerhin den Relegationsplatz. Nach einer sehr schwachen ersten Halbzeit bäumte sich der Aufsteiger auf und liegt aufgrund der besseren Tordifferenz im Vergleich mit dem punktgleichen VfB Stuttgart nun auf Rang 15.

Das Spiel war stark beeinflusst von den äußeren Bedingungen. In Nürnberg regnete es seit dem frühen Nachmittag zum Teil wolkenbruchartig, bei jedem Schritt spritzte auf dem Rasen das Wasser, der Ball wurde bisweilen durch Pfützen abrupt abgebremst. Hinzu kam, dass die Fanblocks beider Mannschaften aus Protest gegen die Montagsspiele zunächst leer blieben. Die Nürnberger Anhänger tauchten erst nach der Pause auf. (Die Tabelle der Bundesliga)

Nürnbergs Coach Michael Köllner sagte: "Unsere Veränderungen sind in der zweiten Halbzeit aufgegangen. Wir haben ein beherztes Spiel abgeliefert. Bei diesen widrigen Bedingungen war es eine riesige Leistung meiner Mannschaft. Beide Teams sind ans Limit gegangen."

Bayer-Trainer Heiko Herrlich ergänzte: "Wir wollten kein Risiko eingehen bei diesen Bedingungen. Es waren eigentlich irreguläre Verhältnisse. Trotzdem haben wir uns die eine oder andere Chance erspielt. Uns ist aber leider auf diesem Platz der spielerische Vorteil genommen worden."

Sven Bender scheitert an der Latte

Die Pfützen führten zu kuriosen Situationen, etwa in der 9. Minute, als der Ball im Strafraum stoppte und schussbereit für Karim Bellarabi bereit lag. Nach der anschließenden Ecke traf Sven Bender nur die Latte. Leverkusen kam mit den Bedingungen aber zunächst sehr gut zurecht, dominierte, drängte den Club an und in dessen nassen Strafraum zurück. Vor allem über Julian Brandt liefen viele Angriffe.

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Leverkusen ging auch mehr als verdient in Führung: Bredlow faustete eine etwas verunglückte Flanke von Kevin Volland vor die Füße von Havertz. Bayer hatte um die 75 Prozent Ballbesitz, spielte zielstrebig und schnörkellos, ließ dann aber überraschend nach. Nach der Pause begann der Club, sich mit Leidenschaft gegen die Niederlage zu wehren. Der Ausgleich war der verdiente Lohn. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Bayer-Keeper Lukas Hradecky rettete in einer turbulenten Schlussphase letztlich sogar das Unentschieden gegen den eingewechselten Adam Zrelak (87.). Zwei Minuten später musste Bellarabi verletzt raus, Bayer beendete die Partie zu zehnt.

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