Hoeneß: Für Robbery "riskiere ich auch mal die Meisterschaft"
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München und Stuttgart - Uli Hoeneß spricht auf einer Veranstaltung in Stuttgart erneut Klartext. Er wittert eine Kampagne gegen sich und ist sogar bereit, die Meisterschaft zu riskieren.

Derzeit vergeht kein Tag ohne kernige Aussagen von Uli Hoeneß.

Der Bayern-Präsident nahm am Abend an einer Veranstaltung der Stuttgarter Nachrichten teil. Anlass war das 125-jährige Vereinsjubiläum des VfB Stuttgart

Hoeneß reiste mit dem Zug aus München an, strandete in Augsburg, weil die Lok streikte. Im Ersatzzug gab es kein Wasser im Bordbistro. Eine Anfahrt mit Pannen.

Doch Hoeneß war erneut in Redelaune, als er in Stuttgart eintraf. Er bezog erneut Stellung zu der Kritik an seiner Person, die Situation beim FC Bayern und den Verdienst der Altstars Arjen Robben und Franck Ribery. 

SPORT1 fasst seine wichtigsten Aussagen zusammen. Hoeneß über...

... die Kritik an ihm in den vergangenen Tagen: "Seit Wochen läuft da eine Kampagne, speziell auch gegen mich. Ich werde das für mich über Weihnachten in aller Ruhe und mit meiner Familie bewerten, wie es weitergeht."

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... den Fan, der ihn bei der Jahreshauptversammlung angeprangert hat: "Der hat gar keine Fragen gestellt, hat nur von seinem Computer  wahrscheinlich von außen gesteuert - die Dinge losgelassen. Das war eine sehr vorbereitete Rede."

... die Stimmung unter den Mitgliedern: "Das hat es beim FC Bayern noch nicht gegeben. Ich bin der Meinung, der FC Bayern muss Vorbild sein - auch seine Fans und Mitglieder. Am Freitag hat die Sachlichkeit gefehlt. Das macht mich unruhig. Das muss nicht, aber könnte ein Einschnitt auch bei der Entwicklung bei unseren Fans sein."

... persönliche Konsequenzen für ihn: "Ich habe nie gesagt, dass ich in einem Jahr wieder antrete, sondern ich habe gesagt: Ich versuche den FC Bayern in ein ruhiges Fahrwasser zu führen, bevor ich aufhöre. Und wenn das möglich ist, möchte ich das tun."

... mögliche Nachfolger an der Vereinsspitze: "Mir geht das alles zu hektisch. Man könnte ja meinen, er (Karl-Heinz Rummenigge; d. Red.) würde morgen aufhören. Man muss ruhige Hand bewahren."

Hoeneß kündigt "sehr, sehr offensive Transferpolitik" an

... die Situation in der Meisterschaft: "Wir hatten von Anfang an gesagt, dass dies ein Jahr des Umbruchs wird. Es ist doch völlig normal, dass Dortmund für uns Konkurrenz ist, wenn sie so spielen, wie sie derzeit spielen."

... das Interesse an VfB-Spieler Benjamin Pavard: "Natürlich ist das ein Spieler, der uns interessiert. Aber es ist keine Transferzeit und daher werden wir dazu keine Aussage treffen."

... die geplanten Transfer-Aktivitäten: "Ab 1. Juli geht's noch mal richtig rund am Transfermarkt." 

... dem Festhalten an Altstars wie Robben und Ribery: "Ich bin geprägt von Dankbarkeit. Sie waren und sind Aushängeschilder von Bayern München. Solche Spieler schicke ich nicht weg. Und dafür riskiere ich auch ein Mal die Meisterschaft."

... die Möglichkeit, dass Mario Gomez irgendwann mal ein Amt beim Rekordmeister ausübt: "Der FC Bayern ist ja dafür bekannt, dass ehemalige Spieler, die ein Hirn haben, immer eine Chance kriegen."

... die Ambitionen des VfB Stuttgart: "Ich bin dafür, dass Daimler jetzt mal richtig in den VfB investiert. Dann kann man richtige Kracher verpflichten."

... den drohenden Abstieg des VfB: "Ich glaube nicht, dass der VfB absteigt. Wenn der VfB absteigt, zahle ich 5000 Euro für einen guten Zweck."

... die damalige Verpflichtung von Michael Reschke: "Das hat der Kalle gemacht. Zu der Zeit war ich nämlich im Gefängnis."

... die Kritik an Montagsspielen: "Das ist ein Unding. Ich finde es auch unmöglich, dass man nun drei oder mehr Anbieter abonniert haben muss, um alle Spiele verfolgen zu können."

 

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