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München - Verletzungsbedingt müssen sich Arjen Robben und Franck Ribery derzeit noch zurückhalten. Die Rückkehr der Oldies wird für die Bayern aber wichtig werden.

Welches Geschenk sich Arjen Robben anlässlich seines 35. Geburtstags am Mittwoch gewünscht haben dürfte? Beruflich mit Sicherheit sein schnelles Comeback beim FC Bayern, denn noch immer kann der Niederländer nach seiner Oberschenkel-Reizung nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Auch Franck Ribery nicht, ebenfalls 35 Jahre alt. Der Franzose ist nach seinem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel im Aufbautraining.

Mit nunmehr 70 Jahren gemeinsamer Lebenserfahrung bilden "Robbery" ohnehin das erfahrenste Flügel-Duo der Liga. SPORT1 sagt, warum die Rückkehr der Oldies für die Bayern wichtig wird.

Robben und Ribery wollen noch Titel

Ihre erfolgreichen Karrieren bei den Bayern werden für beide Spieler nach dieser Saison enden. Robben kündigte bereits selbst an, dass dies seine letzte Saison in München sein wird. Sein Vertrag läuft genauso aus wie der von Ribery.

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Auch beim Franzosen stehen die Zeichen klar auf Abschied. Umso motivierter dürften beide nun sein, die kommenden Monate nochmal Vollgas zu geben. Dass sie resignieren, weil sie um ihr Bayern-Ende wissen, ist unwahrscheinlich. Dafür sind beide Routiniers zu professionell. Zudem ist Ribery in der Bringschuld, da ihn der Verein nach seinem Verbalausraster im Zuge der Goldsteak-Affäre erneut glimpflich hat davonkommen lassen. 

Zudem wollen sich beide mit Titeln verabschieden. Passend dazu veröffentlichte Ribery am Mittwoch auf Instagram ein Foto, dass ihn zusammen mit Robben zeigt. Seine Botschaft: "Fast ein Jahrzehnt, seit wir unser erstes Spiel zusammengespielt haben. Lass uns unsere letzte Saison auf dem Feld zusammen zu einer machen, an die man sich erinnert."

Erhöhte Trainingsintensität

Beide sind für ihren enormen Trainingsfleiß bekannt - vor allem Robben. Bei Laufeinheiten marschieren die Routiniers zumeist vorweg, geben sich im Training lautstark.

Ribery sorgt in den Übungseinheiten mit seinen Späßen oft für Lockerheit, Robben steckt die Mitspieler mit seiner Verbissenheit an - selbst im Kraftraum. Kehren beide ins Mannschaftstraining zurück, können sie trotz ihres fortgeschrittenen Alters die Trainingsqualität noch immer merklich erhöhen. Zudem gelten sie für ihre Nachfolger in Spe, wie Kingsley Coman, Alphonso Davies und Serge Gnabry, als Vorbilder. 

Steigende Konkurrenz 

Aktuell umfasst der Kovac-Kader 20 Feldspieler. 16 von ihnen schaffen es pro Spieltag in den Kader. Die Zusammensetzung des Kaders war in der Hinrunde aber oft vorhersehbar, vor allem wegen der Vielzahl an Verletzungen. Weil Robben und Ribery noch zum Rückrunden-Auftakt in Hoffenheim (3:1) fehlten, ebenso wie Corentin Tolisso nach seinem Kreuzband- und Außenmeniskusriss im rechten Knie, blieb mit Sandro Wagner ein gesunder Spieler außen vor.

Kehren Robben und Ribery nun zurück, wären es ohne weitere Verletzte aber schon drei fitte Spieler, die Kovac aus dem Kader streichen muss. Das birgt zwar Konfliktpotenzial, der enorme Konkurrenzkampf wird aber dafür sorgen, dass sich kein Spieler ausruhen darf. Für die beiden wortgewaltigen Leader wird es auch darauf ankommen, zurückzustecken, sollten sie (vorerst) auf der Bank landen. Erneutes Theater, wie in der Hinrunde, können sich die Bayern bei ihren Zielen nicht erlauben. 

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Duo kann Spiele noch entscheiden

Befinden sich beide Flügel-Asse in Topform, besitzen sie noch immer die Qualität, Spiele zu entscheiden - vor allem national. Ribery bewies dies mit einem Doppelpack eindrucksvoll am 17. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt (3:0). Zuvor traf er bereits gegen Leipzig (1:0) und Nürnberg (3:0).

Robben hingegen zeigte vor allem in der Champions League, dass auf ihn noch immer Verlass ist - wie mit seinem sehenswerten Doppelpack beim 5:1 gegen Benfica Lissabon. In der Bundesliga-Hinrunde startete er ebenfalls stark, erzielte drei Tore in seinen ersten vier Ligaeinsätzen. Seit dem 13. Spieltag fehlt er jedoch verletzungsbedingt. 

Das große Ziel von beiden ist gewiss auch ein Einsatz im Achtelfinal-Kracher der Champions League gegen den FC Liverpool. Selbst wenn es nur zu einem Joker-Auftritt reichen würde, könnte das den Bayern vielleicht spielentscheidend helfen. 

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