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Augsburg und München - Aufatmen beim FC Bayern: Kingsley Coman ist nach seiner Verletzung gegen den FC Augsburg zumindest eine Option gegen Liverpool. Details nennt der Klub nicht.

Die Kapuze ins Gesicht gezogen, den Kopf nach unten hängend - so verließ der tragische Held Kingsley Coman am späten Freitagabend das Augsburger Stadion.

Eigentlich hätte der Matchwinner vor Freude strahlen können. Wäre da nicht diese Schrecksekunde kurz vor Schluss beim 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg gewesen: Bei einem Foul von Kevin Danso verletzte sich der Flügelflitzer des FC Bayern erneut am linken Sprunggelenk.

Doch am Samstagvormittag gab der FC Bayern leichte Entwarnung. Der Franzose sei "eine Option" für das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool am Dienstag (Champions League: FC Liverpool - FC Bayern am Di. ab 21 Uhr im LIVETICKER). Eine genaue Diagnose nannte der Klub aber nicht.

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In Augsburg, wo Coman die ersten beiden Bayern-Tore erzielte, war der Franzose am Freitagabend an der Seitenlinie behandelt worden und nicht mehr aufs Spielfeld zurückgekehrt.

Die Katakomben des Augsburger Stadions verließ er jedoch ohne Krücken, der linke Fuß war bandagiert und nicht in einem Schuh. 

Kingsley Coman humpelt ohne Schuh und mit einbandagiertem Fuß durch die Katakomben in Augsburg
Kingsley Coman humpelt ohne Schuh und mit einbandagiertem Fuß durch die Katakomben in Augsburg © privat

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Kovac zunächst in Sorge

"Er hat Schmerzen, es ist eine Bändergeschichte. Wir müssen die Untersuchungen abwarten", hatte Bayern-Trainer Niko Kovac nach der Partie zunächst erklärt. "Mit ihm haben wir eine ganz andere Dynamik. Als er verletzt war, hat er uns sehr gefehlt. Deshalb hoffe ich, dass er uns zur Verfügung steht", ergänzte er.

Immer wieder plagte sich der Franzose in der Vergangenheit mit Verletzungen herum. Gleich in der ersten Partie der Saison, dem 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim, riss Coman bei einem Foul von Nico Schulz das Syndesmoseband im linken Fuß. 

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Coman verpasst WM

Es war die gleiche Verletzung, die Coman schon im vergangenen Februar erlitten hatte. Die ihn die WM mit Frankreich gekostet hatte, die vielleicht nie wiederkommende Chance, ein Teil des Weltmeister-Teams zu werden.

Kein Wunder, dass der Frust da groß war. Und noch größer wurde, als die Verletzung dann quasi bei erster Gelegenheit wieder aufbrach. 

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Auch im Herbst 2016 hatte Coman schon einen Kapselriss am linken Sprunggelenk erlitten.

Comeback im Dezember

Für große Aufregung sorgte der junge Franzose, der seit Anfang Dezember wieder im Einsatz ist, als er im Januar in einem Interview anklingen ließ, dass er bei einer weiteren Verletzung seine Karriere beenden könnte.

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"Ich werde eine dritte Operation an meinem Fuß nicht akzeptieren. Genug ist genug. Vielleicht ist mein Fuß dafür nicht gemacht. Ich werde dann ein anderes Leben führen, ein anonymes Leben", hatte er in einer französischen TV-Sendung gesagt - und später dann relativiert. 

Er habe damit nur gemeint, dass er hinwerfen würde, wenn ihm dieselbe Blessur im selben Jahr zum dritten Mal passieren würde.

Das scheint nach dem ersten Schock von Augsburg allerdings nicht der Fall zu sein.

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