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Uli Hoeneß will mit Joachim Löw unter vier Augen sprechen © Getty Images
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Uli Hoeneß will sich doch nicht über die Ausbootung des Bayern-Trios in der Nationalelf äußern. Im Titelkampf erwartet er eine Entscheidung erst am letzten Spieltag.

Nach der 6:0-Gala des FC Bayern gegen den FSV Mainz 05 blickte die Öffentlichkeit gespannt auf Uli Hoeneß, der nur wenige Minuten nach Spielschluss vor die wartenden Journalisten trat. 

Der Bayern-Präsident hatte vor einigen Tagen angekündigt, sich zur DFB-Ausbootung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng äußern zu wollen - doch dazu kommt es nicht. "Ich habe mich auch entschlossen, das Thema mit Jogi Löw unter vier Augen zu besprechen", sagte er.

Einzig, dass die Ausbootung keinen Einfluss auf die Leistung der Bayern bei der 1:3-Pleite gegen Liverpool gehabt habe, ließ sich Hoeneß entlocken.

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Im Titelkampf gegen Borussia Dortmund sieht Hoeneß seine Bayern dank des besseren Torverhältnisses im Vorteil, wenn auch nur knapp. "Wir sind sehr motiviert, die Meisterschaft im Auge zu behalten und spielen zumindest in der Bundesliga sehr gut. Wir haben in den letzten drei Spielen 17 Tore geschossen, das ist schon okay. Das Torverhältnis kann noch wichtig werden."

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Pleite gegen Liverpool "nicht ganz verdaut"

Entschieden werde das Duell allerdings erst ganz am Saisonende, glaubt der Bayern-Chef. "So wie es ausschaut, wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag und wenn du da ein besseres Torverhältnis hast, hast du einen kleinen Vorteil."

"Noch nicht verdaut" habe Hoeneß das Ausscheiden in der Champions League. "Das dauert noch ein paar Tage. Ich habe die generelle Kritik von dem einen oder anderen nicht verstanden. Man kann nicht ein Spiel hernehmen und dann eine Generalkritik machen."

Die umstrittenen Pläne des Weltverbandes FIFA zur Einführung einer Klub-WM ab 2021 begrüßt Hoeneß. "Die Klub-Weltmeisterschaft finde ich super. Dieser Confed Cup ist für die Katz. Eine Klub-WM mit tollen Mannschaften alle vier Jahre statt Confed Cup - das ist wunderbar." 

Am Freitag hatte das FIFA-Council in Miami die Reform der Klub-WM ab 2021 abgesegnet. Die Vertreter der Europäischen Fußball-Union (UEFA) stimmten mit Unterstützung der Europäischen Klubvereinigung ECA dagegen.

"Die bisherige Klub-WM jedes Jahr im Dezember ist ein Nonsens-Wettbewerb. Ich verstehe die FIFA, dass dieser Wettbewerb jetzt reformiert werden soll", sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Für eine WM mit 48 Mannschaften hat Hoeneß hingegen kein Verständnis. "Die Weltmeisterschaft aufzublähen, halte ich für einen großen Schwachsinn", sagte Hoeneß.

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