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Mönchengladbach hofft nach dem Hinspielsieg gegen Bayern München auf die nächste Überraschung. Der Titelverteidiger muss auf viele Spieler verzichten.

Sensation im Hinspiel, zuletzt aber zwei Heimpleiten: Borussia Mönchengladbach hofft im ewig jungen Klassiker gegen Bayern München auf Wiedergutmachung, zugleich aber lechzt der deutsche Rekordmeister nach weiteren drei Punkten im Rennen um den Meistertitel.

Vor dem Schlager am Niederrhein (Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - FC Bayern München ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) hat Bayern-Coach Niko Kovac allerdings erhebliche Personalsorgen. Neben den ohnehin verletzten Kingsley Coman, Arjen Robben und Corentin Tolisso werden auch Franck Ribery (Magen-Darm-Infekt), Leon Goretzka (Sprunggelenksprobleme) und David Alaba (Sehnenreizung) ausfallen.

Torwart und Kapitän Manuel Neuer ist nach seiner Erkrankung allerdings wieder mit an Bord. Kovac wollte "nicht rumheulen, wir haben trotzdem noch sehr viele gute Spieler. Wir müssen uns strecken, egal wie wir auflaufen".

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Thomas Müller wird in die Startelf zurückkehren und mit Serge Gnabry die Flügelzange des Tabellenzweiten bilden.

Die Aufstellungen:
Borussia Mönchengladbach: Sommer - Lang, Ginter, Elvedi, Wendt - Neuhaus, Kramer - Hazard, Hofmann, Stindl - Plea
FC Bayern München: Neuer - Kimmich, Süle, Boateng, Rafinha - Thiago, Martinez - Gnabry, James, Müller - Lewandowski. - Trainer: Kovac

Hecking: Kein Grund für Verunsicherung

Der Bayern-Trainer betonte vor dem Bundesliga-Spitzenspiel: "Wir werden sie nicht unterschätzen. Jeder hat einmal eine Delle."

Auch Gladbachs Trainer Dieter Hecking spielte die kleine Ergebniskrise mit drei Spielen in Folge ohne Sieg und zwei 0:3-Heimniederlagen herunter: "Es gibt solche Phasen. Wir haben keinen Grund für Verunsicherung oder eine Trotzreaktion", sagte der 54-Jährige und gab die Marschroute vor: "Wir müssen jetzt nicht alles infrage stellen, Ruhe bewahren und müssen davon überzeugt bleiben, was wir machen."

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Im Borussia-Park starteten die Rheinländer mit neun Siegen in die Saison, doch mit den 0:3-Pleiten gegen Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg sowie dem 1:1 bei Pokalsieger Eintracht Frankfurt ging auch die Leichtigkeit beim Tabellendritten verloren. "Wir dürfen nicht am großen Ganzen zweifeln", sagte Sportdirektor Max Eberl im ZDF-Morgenmagazin. (Service: Bundesliga-Tabelle)

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Kovac hatte die Gladbacher zuletzt noch zum Titelkandidaten ernannt. "Die waren so ein bisschen unterm Radar, jetzt holen wir sie mal rauf", sagte der Bayern-Coach Anfang Februar und eröffnete damit ein kleines Psychospielchen. Einen Tag später traf Gladbach auf die Hertha - und inzwischen muss die Hecking-Elf um die angepeilte Champions-League-Teilnahme bangen, das Polster auf den Fünften VfL Wolfsburg ist auf fünf Zähler geschrumpft. 

Gegen die Kovac-Elf seien für Hecking die Voraussetzungen anders als im Hinspiel, als die Münchner einen der Tiefpunkte ihrer Herbstkrise erlebten, trotzdem "haben wir an einem Top-Tag eine Chance". Eberl weiß zudem: "Gerade gegen die Bayern wirst du nicht viele Torchancen bekommen."

Gladbach mit guter Heimbilanz gegen FC Bayern

Ein gutes Omen ist womöglich die Auswärtsschwäche der Münchner im Borussia-Park. Nirgendwo verlor der Rekordmeister häufiger, in den letzten vier Begegnungen gingen die Bayern nur einmal als Sieger vom Platz.

Kovac verlangt aber einen Erfolg, um weiterhin in Schlagdistanz zum Titelrivalen Borussia Dortmund zu bleiben. "Es geht jetzt ins Finish, die drei Punkte in Gladbach werden wir unbedingt brauchen", sagte Kovac.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuletzt den Beginn der "wichtigen Monate" eingeläutet, mit "dem vorläufigen Höhepunkt am 13. März". Dann steht das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Liverpool auf dem Programm, doch zuvor sind in der Liga noch Pflichtaufgaben zu erledigen. Rummenigge findet: "Die Mannschaft ist in der Spur, es ist alles offen."

So können Sie Borussia Mönchengladbach - Bayern München LIVE verfolgen:

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Ticker: SPORT1.de

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