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Bremen - Die Lage bei Schalke 04 spitzt sich zu. Auch bei Werder Bremen verliert das Team - und das trotz Führung. Trainer Domenico Tedesco darf dennoch weitermachen.

Trotz eines über weite Strecken ordentlichen Auftritts hat Schalke 04 auch bei Werder Bremen nicht punkten können. Der Vize-Meister musste sich an der Weser mit 2:4 (1:1) geschlagen geben - Trainer Domenico Tedesco darf dennoch weitermachen. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

"Ja, wir wollten eine Trendwende in Sachen Leistung - die haben wir gesehen", antwortete der neue Sportvorstand Jochen Schneider auf eine entsprechende Frage nach dem Abpfiff. Somit wird Tedesco sowohl am kommenden Dienstag im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Manchester City (Hinspiel: 2:3) als auch im Ligaspiel am 16. März gegen RB Leipzig auf der Bank sitzen. (SERVICE: Das Spiel im Re-Live zum Nachlesen)

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In Bremen gelang den Schalkern zunächst ein furioser Beginn: Breel Embolo, der das entscheidende Laufduell gegen Ludwig Augustinsson gewann (26.), brachte S04 in Führung. Fünf Minuten später konnten die Hanseaten ausgleichen, Milot Rashica war mit einem Flachschuss erfolgreich.

Sechs Minuten nach Wiederbeginn traf Werder-Kapitän Max Kruse nach Videobeweis per Foulelfmeter, ehe erneut Rashica erfolgreich war (73.). Breel Embolo (85.) konnte noch einmal für die Gäste verkürzen, ehe Martin Harnik (90.+4) für den Endstand sorgte. (SERVICE: Ergebnisse der Bundesliga)

Schalke kassiert 14 Gegentore in vier Spielen

"Letzten Endes geht es um Punkte, und die fehlen uns leider", sagte Tedesco nach dem Spiel bei Eurosport

Tatsächlich sprechen die reinen Zahlen gegen den Trainer. Schalke wartet seit sieben Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. In den letzten vier Spielen haben die Königsblauen 14 Tore kassiert, auch gegen Werder mussten sie wieder vier Gegentreffer hinnehmen. Zum ersten Mal seit 1964 (!) kassierte Königsblau in vier aufeinanderfolgenden Pflichtspielen jeweils mindestens drei Gegentore.

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"Wir wollten uns extrem steigern gegenüber den beiden letzten Spielen gegen Mainz und Düsseldorf", erklärte Tedesco. "Das war jetzt auch nicht schwer. Aber die Leistung vor allem in der ersten Halbzeit war okay. Wir haben 1:0 geführt, die Tür war offen. Dann liegst du aber 1:2 zurück, musst aufmachen. Und damit spielst du Werder in die Karten."

Guido Burgstaller zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass es bei S04 schon bald wieder bergauf geht. "Wenn wir auch in Zukunft so auftreten, holen wir auch wieder Punkte. Aber jetzt ist es schon enttäuschend", sagte der Österreicher bei Eurosport.

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Ein Lichtblick war aber vor allem für Tedesco der durchaus engagierte Auftritt seines Teams, das nach einer bislang ganz schwachen Rückrunde bis auf Platz 14 abgestürzt ist. Der Coach reagierte schon mit seiner Aufstellung auf die seit Wochen schwachen Vorstellungen seiner Profis und verbannte Mark Uth, Hamza Mendyl und Amine Harit aus dem Kader.

Tedesco verteidigt Rauswurf von Trio

"Wir haben uns für diesen Kader entschieden. Es geht nicht darum, dass wir mit dem Finger auf jemanden zeigen und sagen, das sind die falschen Jungs. Die aktuelle Situation ist wichtig und wir haben uns nun für den aktuellen Kader entschieden", sagte Tedesco vor dem Anpfiff bei Eurosport.

Vor den Augen des Nachfolgers von Christian Heidel präsentierten sich die Westdeutschen von der ersten Minute an hellwach und hätten schon früher in Führung gehen müssen. Werder-Torwart Jiri Pavlenka war in der Anfangsphase mehrfach gefordert, die Bremer Abwehr wackelte bedenklich.

Das 100. Bundesligaduell zwischen den beiden Traditionsklubs war auf jeden Fall eines der besseren Sorte. Denn spätestens nach dem zu diesem Zeitpunkt eher glücklichen Ausgleich fanden auch die Gastgeber besser ins Spiel und sind weiterhin die einzige Mannschaft mit mindestens einem Torerfolg in jedem Match.

Beide Teams spielen auf Sieg

Das ohnehin schon hohe Tempo ließ auch nach dem Seitenwechsel nicht nach. Tedesco trieb seine Schützlinge immer wieder nach vorne, ganz gezielt wurden die Schalker Angriffe über die Bremer Schwachstelle Augustinsson vorgetragen. Beide Teams wollten den Sieg unbedingt, die 42.100 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion bekamen ein Spektakel geboten.

Die Partie wogte hin und her, mehrfach lagen weitere Treffer in der Luft. Auch Tedescos Kollege Florian Kohfeldt war bis in die Schlussphase hinein auf Offensive aus und ersetzte Oldie Claudio Pizarro durch den kopfballstarken Martin Harnik.

Bremen bestimmte die zweite Hälfte klar, auch wenn es am Ende noch mal spannend wurde. In der 84. Minute feierte zudem Fin Bartels nach 448 Tagen sein Bundesliga-Comeback bei Werder.

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