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München - Nach dem Unentschieden beim SC Freiburg muss sich Trainer Niko Kovac hinterfragen. Reinhold Beckmann und Volker Finke sagen im CHECK24 Doppelpass warum.

Niko Kovac war wahrlich nicht gut gelaunt nach dem Unentschieden beim SC Freiburg. Nach einer Vielzahl von Großchancen ist ein Punkt im Meisterschaftskampf für den FC Bayern nicht zufriedenstellend.

Im CHECK24 Doppelpass vermutet SPORT1-Experte Reinhold Beckmann, dass Kovac die Mannschaft mit einer falschen Aufstellung auf den Rasen geschickt hat.

"Er ist angefressen. Da stimmt irgendwas nicht", sagte Beckmann: "Vielleicht ärgert sich über sich selbst, weil er falsch aufgestellt hat, indem er Serge Gnabry oder Niklas Süle nicht von Beginn an aufgestellt hat. Mit einem sprintgeilen Gnabry hätte man nochmal andere Optionen gehabt. Vielleicht hat er sich verzockt."

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Kovac hatte Gnabry erst in der 55. Minute für Thomas Müller ins Spiel gebracht, Jerome Boateng musste seinen Platz nach 73 Minuten für Süle räumen. Neben Müller und Boateng hatte mit Mats Hummels auch der dritte zuletzt aus der Nationalmannschaft aussortierte Weltmeister von 2014 im Breisgau nicht seinen besten Tag.

"So falsch postiert zu sein in der Innenverteidigung nach einer ganz normalen Flanke, darüber kann man diskutieren", spielte Beckmann auf den frühen Münchner Gegentreffer in der 3. Minute an, als Lucas Höler unbedrängt zum Kopfball hochsteigen durfte.

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Gute-Laune-Aufstellung beim FCB?

Auch die übrigen Dopa-Experten sahen den Auftritt der Bayern in Freiburg kritisch.

"Ich fand die Innenverteidiger in der ersten Halbzeit nicht gut", sagte der langjährige Freiburger Trainer Volker Finke, der ebenfalls mit einer anderen Münchner Aufstellung gerechnet hatte "Ich war überrascht, weil Spieler einen Lauf haben. Nachdem das mit Süle und Gnabry gegen Holland so gut geklappt hat, hätten sie das auch im Verein weitermachen können. Zumindest 60 Minuten lang." 

Bild-Sportchef Walter Straten vermutete, dass Kovac womöglich eine "Gute-Laune-Aufstellung" gewählt habe. Um den Spielern eine Chance in der Startelf zu gewähren, die zuletzt nicht erste Wahl waren - eine Maßnahme, die nicht fruchtete.

Bei Bayern war "ein Larifari-Ding drin"

"Du hattest nicht den Eindruck, dass alle kapiert hatten, dass sie das bis zum Ende wirklich gewinnen wollen", urteilte SPORT1-Reporter Martin Quast. "Da war so ein Larifari-Ding drin. Der Manager und der Trainer hatten an der Einstellung ihrer Spieler so viel auszusetzen, dass sie darin die Ursache für das Unentschieden sahen." 

Einen entscheidenden Vorteil für Dortmund im Titelrennen sieht Quast in dem Wechsel der Tabellenführung nicht.

"Zu hundert Prozent ist das für mich der Prolog zu 'Das Imperium schlägt zurück' nächste Woche", meinte er. "Die Bayern fahren jetzt die Akkus hoch. Etwas Besseres hätte diesem Spiel nicht passieren können, als dass die Bayern jetzt mit Schaum vor dem Mund in diese Kiste hineingehen."

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